Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Peter Seim ist neuer Schöffe

Ortsgericht Cölbe Peter Seim ist neuer Schöffe

Ortsgerichte, die es mit insgesamt 900 in Hessen flächendeckend gibt, sind in Deutschland einmalig, sagte Cai Adrian Boesken, der Direktor des Marburger Amtsgerichts, bei der Vereidigung von Peter Seim.

Voriger Artikel
Kleine Paten für junges Obst
Nächster Artikel
Große Lust auf die nächsten Herausforderungen

Cölbe. Seim (Foto: Heiko Krause) ist der neue stellvertretende Ortsgerichtsvorsteher und Ortsgerichtsschöffe in Cölbe. Zum Zuständigkeitsbereich des Ortsgerichts gehören Cölbe, Reddehausen, Schönstadt und Bürgeln.

Im Amtsgerichtsbezirk Marburg gebe es insgesamt 17 Ortsgerichte mit jeweils einem Ortsgerichtsvorsteher und vier Schöffen, sodass es 85 Ehrenamtliche insgesamt sind, erklärte Boesken. „Ich bedanke mich für das Interesse, an der Ortsgerichtsbarkeit mitzuwirken“, sagte der Direktor. „Sie sind zuständig für viele Angelegenheiten der Bürger und hilfreich, als Partner der Berufsjustiz.“

Die Aufgaben der Ortsgerichte sind vielfältig: Beglaubigungen, die Wertermittlung bebauter und unbebauter Grundstücke und Nachlasssicherungen, bei denen auch schon mal Wohnungen versiegelt werden müssen, um sie vor dem vorzeitigen Zugriff von Erben zu sichern, gehörten unter anderem dazu.

Peter Seim ist parteilos und versprach, unabhängig zu urteilen. Es stimme, bestätigte der 62-Jährige dem Direktor, dass es im Ort oft auch Beziehungen gebe, die beeinflussen könnten, aber dafür sei das Ortsgericht ja mit mehreren Personen besetzt, sagte der pensionierte Polizeibeamte, der bei 45 Dienstjahren zuletzt beim Staatsschutz in Marburg war.

Das Ortsgericht ist „kein historisches Auslaufmodell“

Für die Menschen stehen die Ortsgerichte laut Boesken vor Ort zur Verfügung, kurze Wege sind dabei von großem Vorteil. „Und sie werden angenommen und sind kein historisches Auslaufmodell.“ Das bestätigte Ortsgerichtsvorsteher Peter Ziegenspeck. Seine einstündige Sprechstunde reiche selten, oft würden es zwei, vor allem wenn Vereine nach Jahreshauptversammlungen Satzungsänderungen oder Personalwechsel im Vorstand anzeigten. „Nirgendwo ist die Beglaubigung so günstig wie beim Ortsgericht“, hob Boesken abschließend hervor.

von Heiko Krause

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr