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Parlament sagt ja zu Fotovoltaikpark

Großprojekt Parlament sagt ja zu Fotovoltaikpark

Der Bau von Fotovoltaik-anlagen im ehemaligen Bundeswehrdepot bei Oberasphe ist nunmehr möglich. Die Gemeindevertretung hat einen entsprechenden Flächennutzungs- und Bebauungsplan beschlossen.

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Auf dem Gelände mit den ehemaligen Militäranlagen bei Oberasphe sollen die Solar-Anlagen errichtet werden (großes Foto).

Quelle: Martina Koelschtzky

Münchhausen. Ein Investor hat Interesse bekundet, auf rund sieben Hektar Fläche einen Fotovoltaikpark zu errichten, der zu einem Viertel in das Eigentum der Gemeinde und zu einem weiteren Viertel in das Eigentum einer Energiegenossenschaft übergehen soll. Sie soll am 25. April gegründet werden, berichtete Bürgermeister Peter Funk (parteilos).

Die Module sollen zum großen Teil auf den Dachflächen der ehemaligen Munitionsbunker errichtet werden, die an Unternehmen wie Privatleute als Lagerräume verpachtet sind. Diese Nutzung soll weiterhin möglich sein. Auch entlang der Panzerstraßen, die das Gelände komplett erschließen, sollen Fotovoltaikanlagen errichtet werden. Über diese Panzerstraßen und die zu Bundeswehrzeiten errichtete Anbindung des Geländes über die Dexbacher Straße nach Oberasphe wird der Fotovolktaikpark ebenfalls erschlossen. Zusätzliche Straßen sind nicht notwendig.

Die Abstimmung über die bis zum 1. März offengelegten Pläne sei eilig geworden, da die Bundesregierung plane, zum 30. April die Einspeisevergütung zu senken, erklärte Funk den Gemeindevertretern. Zudem seien nur wenige Einwendungen der offiziellen Stellen eingegangen. Alle Anregungen und Bedenken seien abgewogen und in die Pläne eingearbeitet worden, die dem Parlament nun zur Abstimmung vorlagen.

Das Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots ist eine Konversionsfläche, also ein Fläche, die von militärischer zu ziviler Nutzung umgewidmet wurde. Solche Flächen werden sowohl vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wie im Regionalplan für die Gewinnung alternativer Energien ausdrücklich bevorzugt. Zwar sei das Gebiet auch Vorrangfläche für die Forstwirtschaft und solle daher möglichst nicht gerodet oder zerschnitten werden, aber es seien wenig bauliche Änderungen notwendig.

Auch sei nach der Errichtung der Anlagen für Wartung und Instandhaltung kaum mit nennenswertem zusätzlichem Verkehr zu rechnen, sagte Funk. Das Gelände wird für 25 Jahre an den Investor verpachtet, anschließend ist der Fotovoltaikpark samt allen Nebenanlagen zurückzubauen.

Die Gemeindevertreter stimmten den beiden Plänen einstimmig zu, die sofort nach Gießen zum Regierungspräsidium weitergeleitet werden. Funk hofft, das schon in der kommenden Woche die Genehmigung vorliegt, damit mit dem Bau begonnen werden kann. „Das ist alles zeitlich sehr knapp, aber als wir die Planung im September vergangenen Jahres begonnen haben, konnten wir die Änderung des EEG ja noch nicht absehen.“ Er sei aber zuversichtlich, dass alles noch rechtzeitig in die Wege geleitet werden könne.

Anschließend holte Funk während der Sitzung die Ehrung des Feuerwehrmannes Harald Dörnbach nach, der zur Sitzung der Großgemeindefeuerwehr nicht hatte kommen können. Dörnbach erhielt eine Urkunde des Landes Hessen und eine Anerkennungsprämie für 30 Jahre aktiven Dienst in der freiwilligen Feuerwehr.#

von Martina Koelschtzky

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