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Oberrospher setzen auf das alte Raiffeisengebäude

Ortsbeirat und Eltern wollen Klarheit Oberrospher setzen auf das alte Raiffeisengebäude

Die Chancen stehen derzeit günstig, das Raumproblem des Kindergartens in Oberrosphe nachhaltig und kostengünstig zu lösen. Eltern und Ortsbeirat erwarten nun, dass die Stadtverordneten handeln.

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Ortsbeirat und Elternbeirat hoffen, dass der Kindergarten Oberrosphe in dieses Gebäude übersiedelt.

Quelle: Martina Koelschtzy

Oberrosphe. Das pädagogische Konzept ist natürlich up to date, schließlich ist der Kindergarten Oberrosphe Teil des Bildungstandems sämtlicher Tageseinrichtungen für Kinder in der Stadt Wetter. Doch wer in den Kindergarten hineinschaut, sieht sich in eine Zeit von vor 30 oder gar 40 Jahren versetzt. Svenja Sauerwald vom derzeitigen Elternbeirat sagt: „Es gibt hier Mütter, die einst selbst in den Kindergarten gingen und sagen, dass sich seit dieser Zeit räumlich nichts getan hat.“

„So wie der Kindergarten jetzt aufgestellt ist, würde er nie im Leben als Neuanmeldung eine Betriebserlaubnis erhalten“, bekräftigt Ortsvorsteher Nils Jansen. 20 Kinder tummeln sich in einem Raum, der nicht größer ist als ein heimisches Wohnzimmer mit Esszimmer. Die Vorschulkinder werden zum Teil auf dem Flur oder im Büro der Leiterin mit speziellen Förderungen bedacht.

Keinesfalls wollen Ortsbeirat wie auch Elternbeirat eine Container-Lösung oder gar einen Neubau auf dem Gelände der Grundschule beziehungsweise des Kindergartens - nicht zuletzt weil ein Neubau während des anlaufenden Dorferneuerungsprogramms völlig kontraproduktiv wäre. Viel mehr wünschen sie einen Einzug in das alte Raiffeisengebäude, das derzeit leer steht und sich in privater Hand befindet. Dass die Parlamentarier noch nicht endgültig entschieden haben liege auch daran, dass noch ein verlässlicher Kaufpreis für das alte Raiffeisengebäude fehle, sagte Jansen, der selbst Mitglied des Parlaments ist.

Bürgermeister Kai-Uwe Spanka sagte gestern auf Nachfrage der OP, dass es mittlerweile eine konkrete Summe gibt und diese nun allen Stadtverordneten zugesandt werde, so dass jeder am Dienstag zur Stadtverordnetenversammlung informiert ist. Spanka sprach von einen absolut akzeptablen Preis. Die Übernahme des in Privathand befindlichen Gebäudes inklusive Garten würde aufgrund der vorgesehenen Einrichtung einer vom St.-Elisabeth-Verein betriebenen U-3-Gruppe mit 90000 Euro vom Land bezuschusst. Zudem könne mit einem sechsstelligen Förderbetrag im Zuge der Dorferneuerung gerechnet werden, weil man ein derzeit leer stehendes Gebäude zu einem Kindergarten ausbaut. Jansen ließ durchblicken: „Der sechsstellige Betrag beginnt nicht mit einer Eins.“

Dagmar Weber vom Elternbeirat bekräftigt die einmalige gute Chance und verweist darauf, dass aktuell fünf Bauplätze verkauft wurden an Familien mit Kindern und auch in bestehende Häuser Familien mit Kindern eingezogen seien. Der Kindergarten in Oberrosphe können sich inklusive U-3-Gruppe auf eine gute Auslastung freuen.

von Götz Schaub

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