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Oberrospher rüsten sich für den Herbst

Kunsthandwerk und Dekoration Oberrospher rüsten sich für den Herbst

Mehr als 25 einheimische und regionale Aussteller boten den Besuchern Köstlichkeiten aus der Küche und kunsthandwerkliche Produkte beim Herbstmarkt in Oberrosphe.

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Die Kindergruppe der Burgwaldskälwer tanzte in Tracht.

Quelle: Freya Altmüller

Oberrosphe. Achim Jäger baut 120 verschiedene Tomatensorten an. In seinem 250 Quadratmeter großen Garten wachsen die meisten in Folientunneln. Weil dort nicht alle Platz finden, baut er sie alle zwei Jahre im Wechsel an. Auf dem Herbstmarkt in Oberrosphe verkauft der Wetteraner 80 verschiedene Saatgutsorten. „Selbst im gut sortierten Gartenfachhandel wird man die nicht bekommen“, erklärt Jäger.

Der Hobby-Gärtner, der sich für den Erhalt von Vielfalt einsetzt, ist einer der Aussteller, die ihre Stände am vergangenen Sonntag im und vor dem Bürgerhaus aufgebaut hatten. Am Morgen begann der Herbstmarkt mit einem Erntedank-Gottesdienst, den der Männergesangverein 1872 und der Posaunenchor mitgestalteten.

Selbstgenähte Taschen und leckeres Eis

Evi Herbst aus Marburg ist eine der Ausstellerinnen, die Selbstgenähtes verkauft. Aus abwaschbarem Stoff hat sie beispielsweise „Lunchbags“ für Sandwiches hergestellt. „Eine leere Brotbox nimmt viel Platz weg“, erklärt Herbst. „Ein Beutel lässt sich einfach zusammenknüllen.“ Beliebt seien auch ihre Einkaufswagen-Chip-Täschchen, die sie zu Schlüsselanhängern verarbeitet hat.

„Hättest du gerne Schokolade oder lieber Vanille?“ – „Erdbeer“, antwortet das Kind, das die Frau vor der Eistheke von Damm’s Hof aus Rauschenberg auf dem Arm hält. Christine Seibert, die das Bauernhof-Eis verkauft, meint, das Geschäft laufe nicht so gut. „Ab morgen ist die Eisdiele zu“, erklärt eine andere Frau. „Dann ist die Saison für dieses Jahr vorbei.“ Die Gelegenheit, ein letztes Eis von Damm‘s Hof zu essen, wollen sich einige trotz der Temperaturen nicht entgehen lassen.

Dekoration aus Keramik und Naturfloristik

Karin Busch und Yvonne Sauer aus Münchhausen bieten Naturfloristik an, Kränze mit Zapfen und Hagebutten. Aus verschiedenen Keramikkugeln kann man sich mehrere auswählen, um sich selbst eine Gartensteele zusammenzustellen. Dabei werden mehrere Kugeln übereinander gesteckt. Wer mag, setzt oben noch ein Einmachglas als Windlicht drauf, das ist eine schöne Dekorations-Idee für den Garten im Herbst. Ausgehöhlte Maserknollen, Wucherungen am Baum, verkaufen die beiden Frauen als Schalen, zum Beispiel für Obst oder Gemüse.

„Für die Verpflegung sorgen die heimischen Vereine“, erklärt Erwin Hahn, der als Vorstand des Arbeitsbereichs Bürgerhaus vom Verein „Gut leben auf dem Dorf“ für den Herbstmarkt verantwortlich ist. Zum ersten Mal richtet ihn in diesem Jahr der Verein aus. Einzige Ausnahme sei der Jagdpächter, der das Fleisch von im Revier Oberrosphe erlegten Tieren anbietet. Wildschwein, Reh und Hirsch gehörten dazu.

„Von der örtlichen Bevölkerung wird der Markt sehr gut angenommen“, so Hahn. Aber auch aus dem ganzen Landkreis kommen die Besucher angereist.

von Freya Altmüller

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