Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Oberrosphe schafft neue Attraktionen

Tourismus Oberrosphe schafft neue Attraktionen

Rund 7000 Wanderer oder Wohnmobilreisende haben im vergangenen Jahr Oberrosphe besucht, das Café im Dorfmuseum „Alter Forsthof“ verzeichnete rund 2500 Gäste. Da wollen die Oberrospher ihren Gästen natürlich auch etwas bieten.

Voriger Artikel
Ein Leben an der Schranke lehrt das Warten
Nächster Artikel
Anlieger können ihre Straße ausbauen, aber...

Wanderer und andere Gäste können in Oberrosphe im Zeichen der Hugenotten in umgebauten Zirkuswagen übernachten. Dafür haben gesorgt (von links): Reinhold Pie, Karl-Heinz Metz, Iris Schäfer, Hans-Jochen Gembatzki, Jochen Schäfer und Hans Bertram.Foto: Martina Koelschtzky

Oberrosphe. Mit berechtigtem Stolz führen die Mitglieder von Männergesangverein, Heimat- und Verschönerungsverein sowie weiteren aktiven Bürgern die neuen Attraktionen in dem als Ausflugsziel beliebten Ort vor. Los geht der Rundgang am Bürgerhaus, das der Männergesangverein von außen neu gestrichen hat. Ein Fußball ziert den Giebel mit der Jahreszahl 2014, „damit man gleich weiß, was für ein Jahr das war“, sagt der Vorsitzende Rainer Sauerwald. Der ehemalige Maler und Putzer Heinrich Henseling habe den Vorarbeiter gemacht, Ludwig Müller hat das Gerüst umsonst zur Verfügung gestellt, und dann ging es los.

„Sieben Wochen hat das Gerüst gestanden, weil wir ja nur nach Feierabend arbeiten konnten“, erzählt Sauerwald. „Als während der Renovierung eine Hochzeit im Dorfgemeinschaftshaus war, haben wir am Freitag das Gerüst abgebaut und am Montag wieder auf, damit es für die Gäste schön aussah.“

Neben der Erinnerung an das Jahr, in dem Deutschland Fußballweltmeister wurde, haben die Erneuerer auch das Wappen des Ritters zu Oberrosphe an mehreren Stellen auf den Putz gemalt. Dieser wurde im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt, wie Hans Bertram recherchiert hat.

Auf dem Festplatz des Dorfes, der auch als Wohnmobil-Stellplatz genutzt werden kann, wartet dank des Einsatzes vom Heimat- und Verschönerungsverein sowie Ortsbeirat nun neuer Luxus auf die Gäste: Die öffentlichen Toiletten wurden neu gekachelt, die Installation modernisiert, und sogar zwei Duschen mit warmem Wasser können nun von Wohnmobilreisenden und Wanderern auf dem Hugenottenpfad oder der Extratour Stirnhelle genutzt werden.

Viele fleißige Hände waren hier im Einsatz, für die originellen Figuren auf den Türen zeichnet Erhard Jakobus-Klonk verantwortlich. Ulrich Pfeiffer als Installateur hat dafür gesorgt, dass alles seine Richtigkeit hat.

„Zum Glück haben wir viele Handwerker im Dorf, dadurch konnten wir alles selbst machen. Das Material hat die Stadt Wetter gestellt, und dann ging es los“, berichtet Hans Bertram.

Dank des Einsatzes der aktiven Oberrospher finden die Wanderer auf dem Fernwanderweg „Hugenottenpfad“ außer den acht meist ausgebuchten Ferienwohnungen nun noch weitere Unterkünfte in Oberrosphe: Auf dem Festplatz bei den Sanitäranlagen haben die Oberrospher vier Zirkuswagen aufgestellt, in denen sie Übernachtungsmöglichkeiten eingerichtet haben.

Klein und einfach, aber gemütlich geht es hier zu, außen auf den mit Stockbetten und Regalen eingerichteten Unterkünften prangt das Logo des Hugenottenpfades, das Hans-Jochen Gembatzki gemalt hat. Auch Iris und Jochen Schäfer sind die Wohnwagen eine Herzensangelegenheit. Wenn alles fertig ist, gibt es hier 16 Übernachtungsplätze zwischen Dorfteich und dem Alten Forsthof.

Und wo die Wanderer das Dorf Richtung Wald verlassen, „In den Eichelgärten“, plätschert nun wieder Wasser aus „Müllers Born“, tränkt die Pferde und kühlt den Wanderern die Füße. Die Leitungen des vor vielen Jahren bei der Dorferneuerung angelegten Brunnens hat Anwohner Heinrich Grün in Ordnung gebracht, mit Hilfe von Michael Brauer und Hans Bertram wurde alles wieder hergerichtet. „Das Wasser kommt aus der Tiefe und hat selbst im Winter immer acht Grad Celsius. Deshalb können wir die Quelle sprudeln lassen, sie friert nicht ein“, freut sich Bertram.

So sorgen die Oberrospher durch Einsatz und Engagement dafür, dass ihr Dorf eine Zukunft auch als Erholungsort hat. Dank der neuen Attraktionen werden sie sich im kommenden Jahr sicher über noch mehr Besucher freuen können.

von Martina Koelschtzky

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr