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Oberndorfer haben neuen Ort zum Trauern

Trauerhalle eingeweiht Oberndorfer haben neuen Ort zum Trauern

Erstmals hat Oberndorf eine eigene Trauerhalle. Am Sonntag wurde das ehemalige Feuerwehrgerätehaus in der Ortsmitte mit einem Gottesdienst offiziell umgewidmet.

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Von der Gerätehalle der Feuerwehr zu einem würdigen Ort für den letzten Abschied: Die Oberndorfer nutzen das ehemalige Feuerwehrgebäude nun als Trauerhalle.Fotos: Heiko Krause

Oberndorf. Oberndorf. Ortsvorsteher Bernd Blase erinnerte daran, dass bisher bei Trauerfällen lediglich die Kellerräume des Bürgerhauses zur Verfügung gestanden hätten, umso schöner sei es nun, dass es einen neuen würdigeren Ort gebe.

In seinem Grußwort erinnerte Blase daran, dass die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Wetter 2009 die Zusammenlegung der Freiwilligen Feuerwehren von Oberndorf und Warzenbach beschlossen habe, die 2010 vollzogen worden sei. Mit dem Neubau eines größeren Gerätehauses in Warzenbach sei das alte Domizil in Oberndorf überflüssig gewesen und habe fortan leer gestanden.

Man habe nun vor der Frage gestanden, wie es mit dem Gebäude weitergeht. Die Stadt habe Haushaltsmittel in Aussicht gestellt, wenn ein Nutzungskonzept im Sinne der Dorfgemeinschaft erstellt werde. Der Ortsbeirat habe deshalb die Bevölkerung zu Vorschlägen aufgefordert, einer sei die Nutzung als Trauerhalle gewesen und dieser habe im Ortsbeirat die meisten Stimmen bekommen.

Es sei dann ein Projektteam gegründet worden. Aus diesem sei der Vorschlag eines Glockenturms gekommen. Die 10 000 Euro, die die Stadt letztlich zur Verfügung gestellt habe, hätten jedoch nur für den Umbau des bestehenden Gebäudes gereicht, aber zum Glück habe es beim Aufruf „eine Glocke für Oberndorf“ eine große Spendenbereitschaft gegeben. Neben Sachspenden wie der Kaminanlage für die Heizung und der Abluftventilator seien für das Projekt mehr als 8000 Euro zusammengekommen.

Im März wurde mit den Umbauarbeiten begonnen, im Juli wurde der Glockenturm aufgestellt. Eine Abordnung aus dem Dorf sei auch nach Sinn gefahren, um beim Guss der Glocke dabeizusein, so Blase. Im September sei sie dann montiert worden.

Alle anderen Arbeiten, Malerarbeiten, Elektro- und Heizungsmontage wurden in Eigenleistung erbracht - insgesamt in 3590 Stunden. Der Ortsbeirat, ganz Oberndorf und er ganz persönlich freue sich ganz besonders, „weil dieses Projekt ein Projekt von Oberndorfern für Oberndorfer war und das stimmt mich zuversichtlich, auch zukünftig Projekte gemeinsam für unsere Dorfgemeinschaft umsetzen zu können“. Wie sehr den Oberndorfern ihre neue Trauerhalle am Herzen liegt, zeigte der Besuch des Gottesdienstes. Mehr als 60 Menschen füllten den Raum bis auf den letzten Platz.

von Heiko Krause

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