Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Noch einmal Ortsbeirat mit Kurt Vogt

Abschied Noch einmal Ortsbeirat mit Kurt Vogt

Nach 19 Jahren soll ein Wechsel kommen in Caldern. Ortsvorsteher Kurt Vogt leitete zum letzten Mal eine Ortsbeiratssitzung.

Voriger Artikel
Neues Leben in alten Mauern
Nächster Artikel
Wohnhaus in Caldern brennt

Kurt Vogt (links) vertrat 19 Jahre als Ortsvorsteher die Interessen der Bürger von Caldern. Nun will er abtreten. Neben ihm sitzend: seine Ortsbeiratskollegen (von links) Reiner Felgenhauer und Hans Jung.

Quelle: Elvira Rübeling

Caldern. 69 Jahre und kein bisschen leise. Noch-Ortsvorsteher Kurt Vogt war es in keiner Weise anzumerken, dass es seine letzte Ortsbeiratssitzung in Caldern war. Sein Engagement für den Ort ist ungebrochen. Enthusiastisch und mit Herzblut setzte er sich in den vergangenen 19 Jahren für die Interessen der Bürger ein. Nun will er seinen Vorsitz in jüngere Hände legen. Der Sozialdemokrat und jahrelange Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Caldern, der seit 35 Jahren sowohl im Gemeindevorstand als auch in der Gemeindevertretung in Lahntal aktiv war, kandidiert bei der Kommunalwahl nicht mehr auf den vorderen Listenplätzen.

Und doch formulierte Vogt in seiner letzten Sitzung noch einige Ziele. Die Verschönerung der Grünanlagen und Bänke sowie die Beseitigung von Schandflecken im Dorf liege ihm, gerade im Hinblick auf die 1200-Jahr-Feier 2017 und seit Kurzem auch als Fördervereins-Vorsitzender, sehr am Herzen. Unter anderem soll mit der Verlagerung der im Dorf aufgestellten Glas-, Altkleider- und anderen Container an einen in Zukunft besser einsehbaren Standort am Bürgerhaus mehr Ordnung einkehren, so hoffen die Ortsbeiratsmitglieder nach einstimmigem Beschluss. Das wilde Müllabladen neben den bisher abseits stehenden Containern soll damit unterbunden werden.

Schlafende Ampel soll Fußgängerbrücke ersetzen

Zum Thema Stetefeld-Fußgängerbrücke nahm Bürgermeister Manfred Apell in der Sitzung ausführlich Stellung. Nach der Demontage der Brücke im vergangenen Jahr nach einem Unfall wurde durch Messungen und Kamera-Beobachtungen von der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil festgestellt, das rund 20 Fußgänger am Tag sowohl die Straße an der Ecke Mauerackerstraße und weiter oberhalb in Richtung Stetefeld überqueren. Für die Zukunft soll nun eine sogenannte schlafende Ampel, so wie jetzt die provisorische Ampel an dieser Stelle, an der Ecke Mauerackerstraße die ehemalige Fußgängerbrücke ersetzen. Jedoch sei dazu eine Änderung im Bebauungsplan erforderlich, über die der Gemeindevorstand zunächst noch abzustimmen habe, so Apell.

Zur Geschwindigkeitsreduzierung zwischen Bahnhof und Mühlengrabenbrücke auf der L3092 teilte er mit, dass in der Vergangenheit die Richtlinien geändert worden seien. Es mache also Sinn, eine erneute Überprüfung zu beantragen. Jedoch sollen die noch vorliegenden Anträge um den Ausbau des Radweges an dieser Stelle ergänzt werden.

Vogt freute sich, dass zu seiner letzten Sitzung so viele Bürger gekommen waren. Diese, so war man sich einig, schätzten an ihm besonders, dass er stets Redebeiträge von Zuhörern zugelassen habe. „Wir haben oftmals kontrovers diskutiert, aber am Ende haben wir unsere Beschlüsse immer einstimmig hinbekommen“, war Vogt dankbar.

von Elvira Rübeling

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr