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Niederwetter weiterhin ohne Ortsvorsteher

Keine Wahl möglich Niederwetter weiterhin ohne Ortsvorsteher

Die Ortsbeiratssitzung am Dienstag brachte überraschend keinen neuen Ortsvorsteher für Niederwetter hervor.

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Im Wetteraner Ortsteil Niederwetter häufen sich die Amtsniederlegungen – unter anderem trat Ortsvorsteher Rüdiger Draheim, hier noch bei der Vereidigung durch Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, zurück. Der Ortsbeirat ist aktuell auf nur noch zwei Mitglieder geschrumpft.Archivfotos

Quelle: Manfred Schubert

Niederwetter. Nur eines der beiden letzten verbliebenen Ortsbeiratsmitglieder konnte zur Sitzung erscheinen. Nach Rüdiger Draheim legte nun auch Dorothea Kirchhain ihr Amt nieder.

Am Dienstag konnte mangels Teilnehmerzahl kein neuer Ortsvorsteher gewählt werden. Zum 31. Oktober hatte Ortsvorsteher Rüdiger Draheim sein Amt als Ortsvorsteher von Niederwetter aufgegeben. Die Aufgabe hatte Draheim erst im Jahr 2012 von Vorgänger Alexander Weber übernommen. Letzterer, nach wie vor im Ortsbeirat vertreten, musste seine Teilnahme an der letzten Sitzung kurzfristig aus beruflichen Gründen absagen. Die geplante Wahl von Stellvertreter Daniel Falk zum neuen Ortsvorsteher konnte ohne ihn nicht durchgeführt werden.

Zu der Sitzung geladen hatte mangels Vorsitzendem der Wetteraner Bürgermeister Kai-Uwe Spanka. Drei interessierte Einwohner nahmen ebenfalls an der kurzen Zusammenkunft teil. Nach dem Ausscheiden Rüdiger Draheims legte nun vor kurzem auch Dorothea Kirchhain aus privaten Gründen ihr Amt im Ortsbeirat nieder, teilte Spanka den überraschten Zuhörern mit.

Existenz des Gremiums ist nicht bedroht

Wie es nun mit der Ortsteilvertretung weiter geht, wird sich zeigen, existentiell bedroht ist das Gremium nicht, erklärte der Bürgermeister. Laut der hessischen Gemeindeverordnung besteht ein Ortsbeirat so lange Mitglieder vorhanden sind. Darüber hinaus stellte das Gemeindeoberhaupt die Frage in den Raum, ob es überhaupt einen Ortsvorsteher beziehungsweise einen Leiter für die Verwaltungsaußenstelle Niederwetter geben müsse.

Ob der Ortsbeirat als Ansprechpartner für die Bewohner nicht ausreiche, will die Stadt in den kommenden Wochen mit den Verantwortlichen erörtern. „Noch ein Jahr bis zur Kommunalwahl, bis dahin müssen wir sehen, wie wir klarkommen“, sagte Spanka und bot an, in Zukunft vorerst selbst als amtlicher Vertreter zu den Ortsbeiratssitzungen zu laden. Darüber hinaus erörterten die Anwesenden die fortschreitenden Sanierungsarbeiten der Brücke neben dem Bürgerhaus. Als nächster Bauabschnitt ist ein Überzug mit einer Kunstharzschicht geplant, eine Asphaltierung und Errichtung eines neuen Geländers sollen folgen. Alle Baumaßnahmen hängen allerdings von einer günstigen Witterung ab. Möglicherweise könne die Brücke mit etwas Glück bereits Ende Januar wieder geöffnet werden, sagte Spanka.

von Ina Tannert

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