Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Neues im Innenraum für alte Kirche

Kirche in Sterzhausen Neues im Innenraum für alte Kirche

Mehr als 50 Jahre ist es her, seit die Kirche in Sterzhausen zuletzt renoviert wurde. Über den Kirchenerhaltungsfonds sollen nun die notwendigen Renovierungsarbeiten finanziert werden.

Voriger Artikel
Weidezaun für das Braunkehlchen
Nächster Artikel
CDU will bestimmende politische Kraft bleiben

Die Kirche in Sterzhausen soll dieses Jahr saniert werden.

Quelle: Archiv

Sterzhausen. Die Kirche in Sterzhausen hat eine lange Geschichte. Bereits 1185 entstand der Turm, zwei der heutigen Glocken stammen aus dem 14. Jahrhundert, und um 1720 wurden die Ausmalungen an der Empore gefertigt. „Sie zeigen  Luther mit dem Schwan und vier Apostel“, berichtet Wilfried Rösser, Kassierer des Fördervereins zur Renovierung der Kirche.

Die Bänke stammen aus dem Jahr 1831. „Damals ist das Kirchenschiff zum Teil abgebrannt, und die örtlichen Zimmerer fertigten die neuen Bänke“, erzählt der Vereinsvorsitzende Dr. Hans Albrecht Oehler. Zuletzt wurde die Kirche 1961 renoviert. Grund genug für den Kirchenvorstand sich Gedanken über Erneurungsarbeiten zu machen und eine Finanzierung zu sichern.

Förderverein zur Renovierung der Kirche

Um aus dem Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck Mittel zu erhalten, gründete sich 2011 ein Förderverein zur Renovierung der Kirche. Begonnen hat er seine Arbeit mit 45 Mitgliedern, heute sind es 56. Wie rührig der Verein ist, zeigt der Betrag, den er gesammelt hat. Stolze 120.000 Euro sind durch die Aktivitäten zusammengekommen.

Diese reichten vom Catering beim Neujahrskonzert in Marburg über Kirchenfeste bis hin zu Sammlungen bei verschiedenen Anlässen. Läuft alles nach Plan werden Mitte Januar die 120.000 Euro aus dem Kirchenerhaltungsfonds verdoppelt. „Wir haben die mündliche Zusage, sofern es der Fonds hergibt“, sagt Wilfried Rösser.

Bänke werden durch Stühle ersetzt

Sind die Mittel vorhanden, wird die Kirche innen komplett renoviert. Teile der Balken in der Decke müssen erneuert werden und eine neue Heizung soll eingebaut werden. Außerdem werden die Bänke in der Mitte der Kirche durch Stühle ersetzt und somit auch ein Mittelgang geschaffen. Der Fußboden soll erneuert werden und die Elektrik modernisiert.

„Das verblasste Jesusbild hinter dem Altar wird eine Herausforderung“, sagt Pfarrer Ralf Ruckert. Einiges kosten wird zudem die Einhausung und Absicherung der Orgel. „Die ist älter als große Teile des Kirchenschiffs.“ 2017 müssen die Arbeite abgeschlossen sein. „Wir wissen noch nicht, was wir während der Renovierung mit Hochzeiten, Beerdigungen und Konfirmationen machen“, sagt Ralf Ruckert. Eines ist aber klar: Der Förderverein wird seine Arbeit fortsetzen. 

 
Dr. Hans Albrecht Oehler (links) übergibt im Beisein von Wilfried Rösser (rechts) den Scheck an Pfarrer Ralf Ruckert für die Renovierung der Kirche. Foto: Heike Horst
 

von Heike Horst

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr