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Neuer Grenzstein stecktdas „Dreiländereck“ ab

Festvorbereitungen Neuer Grenzstein stecktdas „Dreiländereck“ ab

Ein weiterer Schritt für ein erfolgreiches Grenzgangfest in Münchhausen im September ist getan: Es wurde ein neuer Grenzstein feierlich eingeweiht.

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Vermessungsingenieur Hermann Briel (zweiter von links) ermittelte per GPS die exakten Koordinaten, während Ernsthausens Ortsvorsteher Frank Kleinwächter, die Bürgermeister Lothar Koch und Peter Funk sowie die Ortsvorsteher Bodo Molodych und Wolfgang Henseling mit Schnaps die Grenzstreitigkeiten „herunterschluckten“.

Quelle: Manfred Schubert

Münchhausen. „Nun müssen wir alle Angaben ändern, jetzt haben wir ein paar Quadratmeter Gemeindegebiet mehr“, feixte Münchhausens Bürgermeister Peter Funk. Aber neue Grenzstreitigkeiten mit den Nachbarn wollte er dann doch nicht heraufbeschwören und schlug vor, das neue Demarkationsmal am „Dreiländereck“ von Münchhausen, Wollmar und Ernsthausen „Richtungsstein“ zu nennen. Denn das tut der dreieckige Stein - er zeigt die Richtung an. Auf jeder Seite ist ein Buchstabe eingraviert: Das E weist nach Ernsthausen, M nach Münchhausen und W nach Wollmar.

Der alte Grenzstein ist weiterhin vorhanden, aber weil er viel kleiner ist und kaum aus dem Boden herausragt, gab es immer wieder Schwierigkeiten, ihn bei den Grenzbegängen zu finden. Daher hatten die Ortsvorsteher von Wollmar, Wolfgang Henseling, Ernsthausen, Frank Kleinwächter, sowie Münchhausen, Bodo Molodych, während des Grenzgangfestes in Wollmar im vergangenen Jahr mit dem Grenzgangvereinsvorsitzenden Klaus-Peter Fett vereinbart, einen neuen Stein zu setzen. Ursprünglich wollten sie die Kosten gemeinsam aus den Verfügungsmitteln der Ortsbeiräte tragen, aber glücklicherweise fanden sich zwei Sponsoren.

Die Firma Naumann aus Münchhausen und die Firma Kahl und Schlichterle aus Burgwald-Ernsthausen übernahmen die Kosten für das bei der Firma Bunk in Bad Karlshafen aus Wesersandstein angefertigte Grenzmal. Am Mittwoch hatten die Ortsvorsteher gemeinsam in Handarbeit den ein Meter hohen, 350 Kilogramm schweren Stein gesetzt. Er steht 64 Zentimeter nordöstlich der eigentlichen Grenze auf Ernsthäuser Gebiet.

Der Ernsthäuser Vermessungsingenieur Hermann Briel ermittelte per GPS die exakten Koordinaten. Die Tradition, bei solchen Gelegenheiten zu zanken, wahrten auch die Ortsvorsteher. „Zwar hat sich Münchhausen ein paar Meter mehr einverleibt, aber wir hoffen, dass der Stein die Freundschaft, die uns mit Ernsthausen verbindet, ebenso vertieft wie die ‚Herzlichkeit’ mit Münchhausen“ stichelte Wolfgang Henseling. Etwa 100 Teilnehmer kamen zur Einweihung des Grenzsteins, für die Verpflegung sorgten die Wollmarer Grenzgangburschen.

von Manfred Schubert

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