Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Neue „Unfallhäufigkeitsstelle“ auf B 62

Kommt ein Kreisel? Neue „Unfallhäufigkeitsstelle“ auf B 62

Hessen Mobil hat den Kreuzungsbereich B 62 /L 3092 aufgrund einer Dreijahresstatistik als „Unfallhäufigkeitsstelle“ ermittelt und erste Untersuchungen für einen möglichen Umbau eingeleitet.

Voriger Artikel
Getrennte Welten: Keine Einigung in Wetter
Nächster Artikel
Kraft kommt aus Liebe und Glauben

Die Kreuzung B 62 / L 3092 bei Caldern birgt Gefahren. Insbesondere das Abbiegen von Caldern in Richtung Biedenkopf macht vielen Verkehrsteilnehmern zu schaffen. Ein Fehler oder eine Unaufmerksamkeit kann schwere Konsequenzen nach sich ziehen, wie bei e

Quelle: Michael Hoffsteter

Caldern. Ende August 2012 beschloss die Lahntaler Gemeindevertretung einen SPD-Antrag auf Errichtung eines Kreisverkehrsplatzes im Kreuzungsbereich B 62 / L 3092.

Natürlich war den Parlamentariern damals klar, dass dieser Beschluss nur eine Chance hat, wenn auch der Bund, vertreten durch Hessen Mobil in Marburg, eine Rechtfertigung dafür sehen kann.

Entsprechend setzte sich der Lahntaler Gemeindevorstand mit Hessen Mobil diesbezüglich in Verbindung. Die Antwort von Hessen Mobil zeigt auf, dass das subjektive Empfinden vieler Verkehrsteilnehmer, die von Caldern kommend auf die B 62 auffahren, nicht von ungefähr kommt.

Hessen Mobil teilte der Gemeinde Lahntal mit, dass sich dort im Zeitraum von 2009 bis 2011 insgesamt neun polizeilich aufgenommene Unfälle ereigneten. „Aufgrund dieser Tatsache hat die Unfallkommission vom Landkreis Marburg-Biedenkopf beschlossen, eine Verkehrszählung mit anschließender Leistungsfähigkeitsberechnung durchzuführen“, teilte Lahntals Bürgermeister Manfred Apell den Gemeindevertretern als ersten Zwischenstand mit.

Sobald die Verkehrsuntersuchung abgeschlossen sei, werde die Verkehrskommission die weitere Vorgehensweise beratschlagen beziehungsweise Lösungsvorschläge diskutieren. In diese Diskussion werde dann auch die Gemeinde Lahntal mit einbezogen.

Favorit für einen möglichen Umbau ist ganz klar ein Kreisverkehrsplatz wie es ihn nur wenige Kilometer weiter vor den Toren von Sterzhausen schon gibt.

Trotz Abbiegespur beziehungsweise Beschleunigungsstreifen kommt es im Kreuzungsbereich B 62 / L 3092 immer wieder zu Unfällen. Meistens bleibt es bei Blechschäden, doch wie von Hessen Mobil ermittelt waren auch weit folgenreichere Unfälle zu verzeichnen. Einer der schwereren ereignete sich am 10. März 2011, als ein Autofahrer aus Richtung Sterzhausen kommend nach Caldern abbiegen wollte und ein entgegenkommendes Fahrzeug übersah. Es kam zu einem Frontalzusammenstoß, durch den vier Menschen verletzt wurden.

Am 2. November 2011 wollte ein Autofahrer aus Caldern in Richtung Buchenau auf die B 62 auffahren, übersah dabei ein aus Sterzhausen kommenden Sattelschlepper, der den auffahrenden Wagen erfasste.

Der Autofahrer wurde damals schwer verletzt ins Marburger Klinikum gebracht. „Gerade im Berufsverkehr kommt es dort zu gefährlichen Situationen. Manchmal staut sich der Verkehr aus Richtung Caldern bis zum Bahnhof zurück, so dass dann die vorne stehenden Autos unter Druck geraten und gewagte Einfädelmanöver unternehmen“, sagt Calderns Ortsvorsteher Kurt Vogt, der den einstimmig im Parlament beschlossenen Antrag der SPD-Fraktion formuliert und eingebracht hatte. „Der Ortsbeirat Caldern wäre auch sehr dankbar, wenn dort ein Kreisel gebaut werden könnte, um die Gefahr zu entschärfen“, so Vogt.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr