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Neue Krippe wird teurer als erwartet

Aus dem Parlament Neue Krippe wird teurer als erwartet

Dank der straffen Leitung von Parlamentschef Dirk Geißler schaffte es die Gemeindevertretung Lahntal, bei ihrer zweiten Sitzung in nur zwei Stunden 22 Tagesordnungspunkte zu bewältigten.

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Am Standort Gesundheitszentrum „Alte Schule“ in Goßfelden soll die neue Kinderkrippe mit zwei Gruppen für bis zu 24 Kinder errichtet werden.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Caldern. Thema war unter anderem das Gesundheitszentrum „Alte Schule“ in Goßfelden, in dem die neue Kinderkrippe mit zwei Gruppen und bis zu 24 Plätzen für die Kleinsten errichtet werden soll. Hierfür sind außerplanmäßige Kosten in Höhe von 561.000 Euro nötig. Vom Land wird ein Zuschuss von 320.000 Euro erwartet.

Zu diesem Tagesordnungspunkt gab es dann die ersten Nachfragen aus dem Parlament zum Standort und den Kostenberechnungen von zuvor nur 150.000 Euro für Umbauarbeiten der einstmals als Flüchtlingsunterkunft angedachten Räume. Zum einen sei die Flüchtlingsproblematik nicht mehr drängend, erläuterte Bürgermeister Manfred Apell den Fragestellern, zum anderen würde „ein Neubau wesentlich teurer werden“. Zudem sei auch eine Anschlussvermarktung durch die neu zu errichtende Dachterrasse leichter möglich. Auch die Fristen zur Anmeldung zur Bezuschussung beim Land hätten termingerecht beachtet werden müssen, ergänzte der Rathauschef die Entscheidung des Gemeindevorstands abschließend. Auf das einheitliche Abstimmungsverhalten hatte die kurze Debatte jedoch keinen Einfluss.

SPD stellt dringenden Antrag zum Hochwasserschutz

Eine Mehrheit fanden die Anträge der Grünen zur Suche nach einem Standort für eine Fotovoltaik-Freiflächenanlage sowie eine Neuordnung der Aufwandsentschädigungen. Der CDU-Antrag zur effektiveren Ausleuchtung mit LED-Straßenlaternen wurde ebenso befürwortet wie die Prüfanträge der SPD auf Errichtung eines Anrufsammeltaxis und Beseitigung von Hindernissen auf dem Lahn-Radwanderweg bei Hochwasser.
Zwei mit Dringlichkeitsantrag aus aktuellem Anlass kurzfristig auf die Tagesordnung genommene Anträge der SPD-Fraktion betreffend den Hochwasserschutz für Goßfelden sowie eine Überprüfung aller vor Hochwasser schützenden Maßnahmen in den Ortslagen Lahntals fanden klare Zustimmung, auch wenn deutlich spürbar wurde, dass die übrigen Fraktionen gerne an diesen Anträgen beteiligt gewesen wären.

Parlamentschef Dirk Geißler hatte zu Beginn der Sitzung alle Nachrücker im Parlament mit Handschlag begrüßt. Einer von ihnen, Holger Bosshammer, wurde zu Geißlers erstem Stellvertreter gewählt. Als weitere Ergänzung wurde Thomas Reuter der Vertreter von Bürgermeister Manfred Apell in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Mittelhessische Abwasserwerke. Dass sich die Gemeinde Lahntal am Ausbau des Breitbandnetzes beteiligen will, ist hinlänglich bekannt. Dass sich der gemeindliche Anteil von ursprünglich rund 87.000 Euro auf nur noch knapp 60.000 Euro reduziert, ist erfreulich.

Stetefeldbrücke in Caldern wird nicht mehr aufgebaut

Viele der zur Abstimmung stehenden Tagesordnungspunkte wurden nach den Berichten aus den Ausschüssen ohne Aussprache vom Parlament einstimmig positiv beschieden. So die Prüfung von interkommunaler Zusammenarbeit von Lahntal mit Cölbe, Münchhausen und Wetter im Bereich der Finanzverwaltung oder aber den Projekten aus Mitteln des Hessischen Kommunalen Investitionsprogramms bis hin zu einigen Bauplanungen in der Gemeinde.

Die Stetefeldbrücke im Ortsteil Caldern soll nicht wieder aufgebaut werden. Anstatt der Brücke soll eine Fußgängerampelanlage errichtet werden. „Eine sehr kluge Entscheidung“, kommentierte Parlamentsvorsitzender Geißler das eindeutige Abstimmungsergebnis.

von Heinz-Dieter Henkel

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