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Neue Kita bietet viel Raum für Individualität

Standorte zusammengelegt Neue Kita bietet viel Raum für Individualität

Endspurt für den Kita-Neubau in Unterrosphe: Am 1. November soll die Betreuungseinrichtung eröffnet werden. Die OP hat sich in dem neuen Gebäude umgesehen.

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Hohe Decken, Fensterfronten und eine zweite eingebaute Ebene kennzeichnen die neuen Gruppenräume in der Kita Unterrosphe. Die Erzieherinnen Doris Wabnegg (links) und Annika Mankel freuen sich auf ihren zukünftigen Arbeitsplatz.

Quelle: Nadine Weigel

Unterrosphe. Hohe Decken, große, helle Räume, ein beheizter Fußboden – das ist das Erste, was einem auffällt, wenn man die neue Kindertagesstätte in der Hauptstraße betritt. In dem 1,2 Millionen Euro teuren Neubau legt die Stadt Wetter als Betreiber im November die drei Standorte Mellnau, Oberrosphe und Unterrosphe zusammen. Das Personal wird dort bis zu 75 Kinder betreuen.

Doris Wabnegg (60), Fachdienstleiterin für Kindertagesstätten der Stadt Wetter, freut sich auf die Zusammenlegung.  „Es wird vieles möglich sein, was bisher in den Kitas unmöglich war.“ Damit meint sie unter anderem die Betreuung, die sich  wegen des niedrigen Personalschlüssels bisher auf die Zeit zwischen 7.30 bis 14.30 Uhr beschränkte. Durch das größere Team und die Arbeit in Schichten wird die neue Kita von 7 bis 17 Uhr geöffnet haben, was vor allem berufstätigen Eltern entgegenkommt.

Kinder orientieren sich künftig an Farben

Die Gruppen werden in die Farben grün, gelb und blau unterteilt. Statt an üblichen Gruppennamen wie „Marienkäfer“, „Igel“ oder „Bären“, sollen sich die Kinder also zukünftig an Farben orientieren – untypisch, aber nicht weniger effizient, wie Wabnegg mit ihrer 40-jährigen Berufserfahrung versichert. In jedem Gruppenraum befindet sich eine zweite eingebaute Ebene, die die Kinder zum Spielen über eine Treppe erreichen. Aus jedem Raum kann man außerdem durch einen breiten, ebenerdigen und somit behindertengerechten Ausgang nach draußen gelangen. Dort sieht es jetzt noch mehr nach einer Baustelle als nach einem Garten aus, der gemeinsam mit den Kindern aber noch bepflanzt werden soll.

Das gesamte Gebäude ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Umziehen können sich die Kinder in einem separaten Umkleideraum mit Garderobe und Schuhregalen. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass, wenn die Garderobe im Flur ist, häufig die Jacken und Gummistiefel herumliegen und eine Gefahr für spielende Kinder darstellen“, erklärt Stellvertreterin Annika Mankel (32).

Vorschulkinder bekommen eigenen Arbeitsraum

Für Kinder, die sich außerhalb des Gruppenraumes im Flur austoben möchten, gibt es also keine Stolperfallen mehr. Wichtig war den Erzieherinnen deshalb auch, dass das Mittagessen, das auch weiterhin von einem Caterer geliefert werden soll, gesondert in Empfang genommen wird. „So muss es nicht durch die halbe Kita geschleppt oder auf großen Wagen durch kleine Flure transportiert werden“, sagt Wabnegg. Gegessen wird in einem eigenen Speiseraum.

Kinder, die sich vor oder nach dem Mittagessen ausruhen möchten, können dies im Schlafraum tun, der sich an den letzten Gruppenraum im rechten Gebäudeflügel anschließt. Direkt daneben entsteht ein Vorschulraum mit separater Leseecke, der insbesondere für die Arbeit mit den Vorschulkindern gedacht ist. Bisher mussten sie ihre Schreib- und Rechenübungen im Gruppenraum erledigen, in dem sich auch alle anderen Kinder aufhielten. „Dass dies zu Unruhe und Konzentrationsschwierigkeiten geführt hat, kann man sich ja denken“, sagt Mankel.

Im Leseraum haben sie nun endlich ihre Ruhe und können ihre Aufgaben ungestört erledigen – dies fördert sowohl Konzentration als auch Disziplin, die die Kinder in der Schule brauchen werden.

Experimentierraum für kleine Forscher

An den Leseraum schließt sich der „Forschungsraum“ an, in dem die Kinder mit Wasser, Feuer oder auch dem eigenen Körper experimentieren können – natürlich immer unter Aufsicht und Anleitung eines pensionierten Biologie- und Mathematiklehrers aus Wetter, der sich bereits in der Vergangenheit in den Kitas engagiert hat.

„Auch die Erzieher, die sich für das Thema Forschung interessieren, können sich hier einbringen und mit den Kindern Experimente durchführen“, freut sich Wabnegg. Überhaupt sei es den Erziehern in dem größer werdenden Team dann möglich, ihren Stärken entsprechend zu arbeiten. „Nicht jeder will basteln oder backen, manche wollen lieber tüfteln oder turnen – das trifft sowohl auf Kinder als auch auf Erzieher zu“, ergänzt sie.

  • Die neue Kita wird voraussichtlich am 1. November 2016 eröffnet.

von Ruth Korte

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