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Neue Hochwassertaktik bewährt sich

Feuerwehr Niederwetter Neue Hochwassertaktik bewährt sich

Pumpen, bevor das Wasser kommt: Mit ihrer neuen Taktik bei drohendem Hochwasser sind die Kameraden aus Niederwetter sehr zufrieden.

Niederwetter. Im Mittelpunkt der von 36 Teilnehmern besuchten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Niederwetter standen der Bericht des Wehrführers Andreas Bisinger und die einstimmig erfolgte Wahl von Sarah-Loreen Naumann zur neuen stellvertretenden Jugendwartin. Vorgänger Yannik Lein schied wegen seines Studiums aus dem Amt aus.

Wie Bisinger berichtete, sank aufgrund von Ortswechsel und aus beruflichen Gründen die Zahl der Aktiven in der Einsatzabteilung von 22 auf 18, darunter sind vier Frauen.

Diese mussten 2012 nicht so häufig wie in früheren Jahren ausrücken. Siebenmal wurde sie alarmiert, dabei kamen 99 Einsatzstunden zusammen, bei Lehrgängen und Ausbildung noch etwa 750 Stunden. Am 5. Januar musste die Wehr wegen Hochwassers in Wetter und in Niederwetter auf der B252, die halbseitig überflutet wurde, zum ersten Mal ausrücken und die Einläufe frei machen. „Wir haben uns eine neue Taktik überlegt: handeln, bevor Wasser in Gebäude läuft. Das sieht manchmal etwas blöd aus, wenn wir auf einer Wiese oder im Garten stehen und Wasser wegpumpen, und einige ,Bordsteinkommandanten‘ geben dumme Kommentare ab, aber es hat sich bewährt“, erklärte der Wehrführer.

Stadtbrandinspektor Klaus Prinz lobte die neue Taktik, unabhängig voneinander habe er in Wetter dieselbe eingeführt und so beispielsweise die Schuppertsgasse trocken gehalten: „Man hat mir nicht gleich geglaubt, aber die Bürger haben uns gedankt, als keiner den Putzlappen einsetzen musste.“

Im Mai musste eine brennende Hecke in Wetter gelöscht werden. Ende Juni waren die Einsatzkräfte aus Niederwetter als Erste bei den beiden zusammengestoßenen Lkw auf der B252 in Höhe der Abfahrt nach Unterrosphe, damals starb ein Lkw-Fahrer.

Fahrzeugtausch im August

Am 9. August fand der Fahrzeugtausch statt, bei dem Niederwetter sein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) abgab und das TSF-W aus Warzenbach, das über einen 500 Liter-Wassertank verfügt, bekam. „Es stand keine drei Stunden im Stall, da wurden wir schon zu einem Feuer nach Wetter gerufen“, berichtet Bisinger. Das stellte sich allerdings als mitternächtliches Grillen in einem Garten heraus.

Am 22. September brannte ein Wohnhaus in der Dörnertsgasse in Wetter ab. „Nebenbei“ löschte die Wehr Niederwetter noch einen brennenden Baum am Einkaufszentrum. Das neue Fahrzeug habe man etwas umgebaut, da Niederwetter wegen der Bundesstraße andere Prioritäten habe.

Im Schutzbereich Wetter Nord gab es zwei Übungen, die Zusammenarbeit mit Todenhausen und Amönau sei sehr gut, es gebe fast wöchentlichen Kontakt zwischen den Wehrführern, auch zum Stadtbrandinspektor und seinem Stellvertreter sei der Kontakt sehr gut, sagte Bisinger.

Klaus Prinz betonte, Niederwetter sei eine der tatkräftigsten Stützen der Feuerwehren in Wetter, mit guter Ausbildung, Zusammenarbeit und sehr regelmäßigen Dienstbesuchen sowie der stärksten Jugendfeuerwehr (zehn Jungen, drei Mädchen). Ortsvorsteher Rüdiger Draheim betonte in seinem schriftlichen Grußwort, dass er besonders die Jugendarbeit „klasse“ finde. CDU-Fraktionsführer Volker Drothler beeindruckte es, dass die Feuerwehr bei 340 Einwohnern 113 Mitglieder habe, wie der Vorsitzende Frank Daube im Rückblick berichtet hatte.

nTermin: 21. Mai, Eierbacken (Schulungsraum)

von Manfred Schubert

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