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Naturschätze als besondere Blickfänge

Pflanzaktion Naturschätze als besondere Blickfänge

Auf dem Treisbacher Friedhof wurden zuletzt einige Bäume gepflanzt. Nichts besonderes? Nun, doch. Zum einen wurden sie auf Privatinitiative gepflanzt, zum anderen sind es ganz besondere Arten.

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Stephan Jürgens-Jahnert und Else Jahnert vor dem Ginkgo-Baum. Er ist Teil der Grundidee, auf dem Friedhof eine ökologische Vielfalt zu entwickeln. Dazu gehört auch die Zaubernuss (kleines Foto im Vordergrund), die im Winter blühen wird.Fotos: Götz Schaub

Treisbach. Auf dem Treisbacher Friedhof gehört er zu den jüngsten Bäumen, weil er frisch gepflanzt ist. Seine Art ist allerdings ganz bescheiden mal die älteste der Welt: der Ginkgo. Else­ Jahnert ist ganz begeistert von den fächerförmigen Blättern, die charakteristisch für den Ginkgo sind.

Wer sich ein bisschen mehr mit Bäumen beschäftigt, weiß, dass der Ginkgo auch eine Symbolik besitzt, er gilt als der Baum des Friedens und des Umweltschutzes. So passt er ganz sicher in das Projekt „Ökologische Vielfalt“, das Else Jahnert in enger Verzahnung mit dem Friedhofausschuss und Ortsvorsteher Wolfgang Achenbach sowie auch mit der Unterstützung der Stadt Wetter auf dem Friedhof verwirklicht.

Mit Geduld auf den Frühling warten

Mal arbeitet sie alleine, mal hilft ihr ihr Mann Stephan Jürgens-Jahnert, etwa bei den Baumpflanzungen. Bei anderen Arbeiten war oft auch ­Elfriede Mankel mit dabei. „Die ganze Randbepflanzung am Weg zum Friedhof und an der Friedhofshalle haben wir neu gestaltet. Das geht alles zurück auf die Idee, die wir zum Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft‘ 2007 in der damaligen Grün-AG des Runden Tisches entwickelt haben“, erzählt Jahnert. Ihr ist die Idee ans Herz gewachsen. Freudig berichtet Jahnert auch davon, dass auf dem Friedhof eine Elsbeere wächst. Dabei handelt es sich in der Tat um einen seltenen Baum, der 2011 zum Baum des Jahres gekürt wurde.

Jetzt muss man sich nur noch ein bisschen in Geduld üben und auf den Frühling warten, bis sich die „ökologische Vielfalt“ in seiner Pracht zeigt. Bis dahin hat Else Jahnert aber noch einen Hingucker im Köcher: eine Zaubernuss. Bei mildem Wetter kann die durchaus schon im Januar ihre gelben Blüten hervorbringen.

Für nächstes Jahr ist noch eine besondere Pflanzung geplant. Dann soll nämlich ein Lutherbaum kommen. Natürlich - 2017 ist schließlich Luther-Jahr. Und was für ein Baum soll es sein? Eine Feldulme. Wohl in Anlehnung an der im 16. Jahrhundert in Worms gepflanzten Feldulme, die dort nur noch als Torso erhalten ist.

von Götz Schaub

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