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Nass am Anfang und am Ende

2. Grenzegang-Etappe Nass am Anfang und am Ende

Der zweite Tag der Grenzkontrolle begann mit Donnergrollen und dem einen oder anderen Regenschauer. Die Teilnehmer beeindruckte das nicht.

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Eine Riesengaudi war die an sich inoffizielle Durchquerung der Wetschaft vor Niederwetter als letzter Akt des Grenzegangs.

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Zweimal wurden die Grenzegänger am Samstag nass. Unfreiwillig kurz nach dem Start um 6 Uhr durch mehrere, von Blitzen im Westen und im Norden begleitete Regenschauer und freiwillig zum Abschluss. Eine Riesengaudi war die seit Jahren dazugehörige Durchquerung der Wetschaft vor Niederwetter als letzter Akt des Grenzegangs. Ein rotgekleidetes „Baywatch“-Rettungsteam wachte über die Sicherheit und beförderte mit einem Gummiboot Gepäck, Kleidung und kleine Kinder.

Nach den Böller- und Kanonenschüssen auf dem Marktplatz machte sich die Menschenmenge auf den Weg zur B252 und über diese nach Todenhausen. Das und das Ritual am direkt neben der Bundesstraße vor dem Stadtteil gelegenen Grenzstein machte eine knapp einstündige Sperrung erforderlich. Obwohl Samstagmorgen, bestand der Stau hauptsächlich aus Lastwagen. Wie nicht anderes zu erwarten, gab es einige, die sich beschwerten, aber um 7.15 Uhr rollten die Räder wieder. Hartmut Bordt verlas die Grenzbeschreibung aus dem „Weistum von Wetter“, den Stadtrechten von 1239. Dann hoben die Grenzeläufer Todenhausens Ortsvorsteher Ralf Funk als Ersten an diesem Tag über den Grenzstein, während die Sonne erstmals durch die Wolken blitzte.

Auch am Samstag wurde beim Grenzegang in Wetter bei hochsommerlichen Temperaturen gewandert.

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Einige Male regnete es noch, während die Grenzegänger die teils sehr steilen und mit Halteseilen versehenen Anstiege durch den Wald nach Mellnau bewältigten. Aber bei der Ankunft am dortigen Grenzstein begrüßte sie nicht nur ein hübsch dekoriertes Willkommensschild, auch die Sonne setzte sich endlich durch und begann, den Tag wieder zu einem heißen werden zu lassen.

Wieder wurden zahlreiche Personen über den Grenzstein gehoben, dann ging es nur einige 100 Meter weiter zum Oberrospher Grenzstein, weiteren Hebungen, und nochmals einige Schritte entfernt lag bereits der Frühstücksplatz. Der war bereits gut gefüllt von den vorausgelaufenen Grenzegängern sowie Besuchern, die den Bus-Service genutzt hatten.

Querung der Wetschaft als Abkühlung

„Die Lederhosen“ mit dem ehemaligen Stadtkapellendirigenten und Musik-Ausschussmitglied Johannes Jörger sowie die Feuerwehrkapelle Dodenau, welche die Grenzegänger schon beim Auszug aus Wetter verabschiedet hatte, brachten Stimmung unter die etwa 5000 Menschen.

Nachdem man sich gestärkt und nochmals etliche Personen, diesmal hauptsächlich Vertreter befreundeter Grenzgangvereine, gehoben hatte, ging es um 12.30 Uhr für die, die noch fit waren und nicht am Frühstücksplatz weiterfeiern wollten, in Richtung Niederwetter, wo vielen die Wetschaftsquerung eine willkommene Abkühlung brachte.

von Manfred Schubert

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