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Nahversorgung: Im Dorf fehlt es an Parkplätzen

Schönstadt Nahversorgung: Im Dorf fehlt es an Parkplätzen

Die Naturkatastrophe in Japan und die drohende Kernschmelze in dortigen Atomreaktoren fand auch in der letzten Sitzung des Ortsbeirats Schönstadt ihren Widerhall. Wegen Terminproblemen fand sie am Montagmorgen mit fünf der sieben Ortsbeiratsmitglieder und vier Gästen im Besprechungsraum des Bürgerhauses statt.

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Probleme bereiten laut Ortsvorsteherin Carola Carius fehlende Parkplätze um das Lebensmittelgeschäft.

Quelle: Manfred Schubert

Schönstadt. Die aus dem Gremium ausscheidende Ortsvorsteherin Carola Carius (Grüne) plädierte zu Beginn dafür, dass der Ortsbeirat als kleinste politische Einheit sich dafür ausspreche, eine Energiewende einzuleiten, um in Zukunft solche Katastrophen vermeiden zu können. „Die Diskussionen mit meinen zehn und zwölf Jahre alten Kindern derzeit sind nur schwer auszuhalten. Wir wollen unseren Kindern eine lebenswerte Welt hinterlassen“, sagte sie.

Karl-Heinrich Müller (CDU) wandte ein, er wolle nicht, dass Deutschland aus der Atomkraftnutzung aussteige und dann Atomstrom aus unsichereren Kraftwerken aus Tschechien und Polen beziehen müsse (Anmerkung der Redaktion: In Polen gibt es bisher kein aktives Atomkraftwerk, die Regierung plant bis 2020 eines zu errichten, wahrscheinlich nordwestlich von Danzig). Letztlich plädierte der Ortsbeirat mit drei Stimmen bei zwei Enthaltungen für einen geordneten schnellen Ausstieg aus der Atomenergiewirtschaft.

Zur normalen Tagesordnung gehörten unter anderem Sachstand und Aussichten zum Nahversorgungszentrum Schönstadt. Ortsbeirat und Initiative „Unser Dorf hat Zukunft“ hätten sich viel Mühe zur Einrichtung eines Nahversorgungszentrums gegeben, dann habe sich die Firma Gutkauf für den Laden interessiert. Er kranke aber an der Verkehrssituation. Die Leute wollten mit dem Auto einkaufen, wenn sie aber Stress hätten, weil es nicht genügend Parkplätze gibt, würden sie nicht mehr hinfahren, berichtete Carius. Wenn Gutkauf nicht genügend Umsatz habe, werde der Laden keinen Bestand haben, fürchte sie.

Regine Hassenpflug, Sprecherin der AG Nahversorgung, sagte, das Nahversorgungszentrum sei noch nicht aufgegeben. Man warte derzeit auf die Zahlen der von Handelshaus Consult erstellten Machbarkeitsstudie. „Wir wollen die Kaufkraft nicht so abschöpfen, dass bestehender Handel gefährdet wird, aber eine Versorgung, die unseren Bedürfnissen gerecht wird“, betonte Carius.

Am 9. April, findet der Aktionstag „Sauberhaftes Schönstadt“ statt. Am gleichen Tag sollen Pflanzen gesetzt sowie defekte Geräte aus dem Geräteraum im BGH entfernt und Ordnung darin geschaffen werden.

von Manfred Schubert

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