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Nahversorger dringend gesucht

Im Herzen von Münchhausen Nahversorger dringend gesucht

Was bereits 2009 von Bürgermeister Peter Funk als große Gefahr gesehen wurde, wird in diesem Jahr Wirklichkeit. Die Pächter des Marktes gehen in Rente und Edeka hat signalisiert, den Markt nicht weiterführen zu wollen.

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Der Edeka-Markt in Münchhausen bildet das Herzstück der Nahversorgungs-Infrastruktur des
Ortes. Bürgermeister Peter Funk hofft auf einen Nachfolge-Markt.

Quelle: Götz Schaub

Münchhausen. „Das kann einfach nicht sein, dass der größte Ortsteil unserer Gemeinde bald ohne einen Nahversorger dasteht“, sagt Münchhausens Bürgermeister Peter Funk. Hinter den Kulissen hat er natürlich schon viele Gespräche geführt und Möglichkeiten abgewogen. Der Erfolg stellte sich aber nicht wirklich ein.

Jetzt gehen er und sein ehrenamtlicher Stellvertreter Willi Parr noch einmal in die Offensive. Sie möchten alles dafür tun, dass den Bürgern in Münchhausen ein Nahversorgungsangebot erhalten bleibt. „Wir wissen von Fachleuten, dass sich ein Laden in Münchhausen sehr wohl lohnen kann“, sagt Funk.

Es komme jetzt darauf an, den richtigen Investor zu finden, der zum einen etwas vom Geschäft versteht, zum anderen auch das Vertrauen der Menschen in Münchhausen gewinnt. Etwa durch Schaffung einer angenehmen Atmosphäre im Laden oder durch besondere Angebote, die es vielleicht auch nicht überall gibt und die einfach ziehen - möglicherweise mit regionalen Produkten. „Wir haben 2009 gerade im Hinblick auf die Eröffnung des großen Edeka-Marktes in Ernsthausen eine Haushaltsbefragung auf den Weg gebracht, die professionell analysiert wurde. Wir wissen also, was von unseren Bürgern als Kunden gewünscht wird“, sagt Funk. Derzeit sieht es nicht danach aus, dass sich eine Lebensmittelkette findet, die den frei werdenden Markt übernehmen will. „Ich wünsche mir, dass wir da noch einen Übergang hinbekommen“, sagt Willi Parr, auch wenn er weiß, das dies ein sehr ambitionierter Wunsch ist. Er weiß aber auch: „Wenn der Markt erst einmal zu ist, wird es umso schwieriger, wieder etwas zu etablieren“. Insgesamt steht aber noch mehr auf dem Spiel. Funk: „Da hängt ja auch der Bäcker und die Metzgerei mit dran.“ Funk wähnt Münchhausen, was die Infrastruktur angeht, eigentlich auf einen guten Weg. Der Bahnhaltepunkt und sein Umfeld sind einladend und mit Parkplätzen hergerichtet, die Bahnstrecke selbst hat durch die Reaktivierung der Strecke zwischen Frankenberg und Korbach nochmals an Attraktivität gewonnen. Es gibt zwei junge Ärztinnen im Ort, eine junge Apothekerin. „Das ist neben kleinen Geschäften und der Gastronomie ein ganz wichtiger Teil der Angebote direkt im Ort“, fasst Funk zusammen.

Auch Dr. Anne Archinal würde sich freuen, wenn ein neuer Laden in den jetzigen Edeka einziehen würde. Sie ist die Vermieterin der Flächen. „Das wäre eigentlich das, was Münchhausen auch braucht“, sagt sie gegenüber der OP.

Also, hier der direkte Aufruf: Wer Ideen hat oder selbst einen Lebensmittelladen führen möchte, hat jetzt die Gelegen­heit, sich in Münchhausen zu beweisen. Für Informationsgespräche stehen Peter Funk und Willi Parr gerne zur Verfügung.

Kontakt über Telefon 06457/91220, perE-Mail: info@gemeinde-muenchhausen.de

von Götz Schaub

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