Die Lkw-Verbotsschilder sind in der Straßenmeisterei Marburg bereits da. Montiert werden müssen sie bis 19. April.
Marburg. Mit einem Monat Verspätung zum zunächst geplanten Starttermin dürfen dann Lkw über 3,5 Tonnen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens nicht mehr auf der Bundestraße 3 zwischen Cölbe und Borken sowie auf der B 252 zwischen Göttingen und Diemelstadt unterwegs sein. Ausnahmen gelten für Lkw-Fahrer, die in den anliegenden vier Kreisen ihr Fahrzeug be- und entladen.
Die Polizei versicherte am Freitag, das Nachtfahrverbot mit angemessenem Einsatz zu überwachen. Wer das Verbot missachtet und erwischt wird, muss eine Geldbuße über 20 Euro bezahlen und wird „zurückgeschickt“. Denkbar wäre aber auch, Lkw bis zum Ende des Nachtfahrverbots am nächsten Morgen „stillzulegen“, bestätigt Klaus-Uwe Becker, Leiter des zuständigen Regionalen Verkehrsdienstes in Cölbe.
Auf die Befürchtung, die Geldbuße allein könnte Durchfahrtssünder nicht abschrecken, reagierte Verkehrsminister Dieter Posch am Freitag. „Wer das nächtliche Fahrverbot missachtet, soll nicht länger mit 20 Euro davonkommen“, sagte er. Er stehe bereits mit dem Bund in Kontakt, um Änderungen im Bußgeldkatalog zu erreichen. Ziel seien gestufte Sanktionen mit Geldstrafen zwischen 300 und 500 Euro und Fahrverboten bis zu zwei Monaten. Zuständig dafür ist das Bundesverkehrsministerium. Dort wusste man von einer solchen Initiative am Freitag noch nichts.
von Michael Agricola
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