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Musikalischer Beginn der Sommerzeit

Konzert Musikalischer Beginn der Sommerzeit

Es war ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Konzert, bei dem zwei Chöre und Musiker zwischen neun und 80 Jahren Werke von Bach ebenso wie Blues und Pop auf dem Schönstädter Kirchplatz präsentierten.

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„Klangfarben“ Schönstadt und „Concordia“ Kirchhain brachten beim Finale gemeinsam unter Leitung von Reinhold Hartmann eine Fuge von J.S. Bach zum swingen.

Quelle: Manfred Schubert

Schönstadt. Keine Spur von Nervosität, sondern Vorfreude auf den Auftritt spiegelte sich im Gesicht von Felix Müller. Der elfjährige Kirchhainer setzte sich einen coolen Hut auf und dann legte er los. Teils gemeinsam mit Reinhold Hartmann, seinem Klavierlehrer und Gesamtleiter des Konzerts, teils alleine improvisierte er über den Blues „Blue Soul“ von Jane S. Bastien. Das bereitete ihm wie auch den überaus entzückten Zuhörern einen Riesenspaß, und er hätte sicher noch lange weiterjazzen können. Aber es gab ja noch mehr hörenswerte Programmteile.

Das vom Kirchenchor „Klangfarben“ Schönstadt in der dritten Auflage seit 2010 veranstaltete Sommerkonzert, entsprechend „Summertime 3“ genannt, bot knapp zwei Stunden musikalische Abwechslung in dem schönen Ambiente. Die von Hartmann dirigierten Gastgeber erinnerten bei ihrem Eröffnungsauftritt an den zurückliegenden Frühling, zwei weitere Blöcke standen unter dem Motto des Gesamtkonzerts. Natürlich durfte das namengebende Stück „Summertime“ von George Gershwin nicht fehlen. Ein Auswahlchor der „Klangfar-ben“, ein weibliches Doppelterzett, präsentierte dabei unter anderem Leonard Cohens „Halleluja“. Nach erfolgreicher Kooperation beim Weihnachtskonzert 2013 in der Kirchhainer Stadtkirche wurde die Zusammenarbeit zweier Chöre nun fortgeführt. „Concordia“ Kirchhain, geleitet von Matthias Hering, sang unter dem Motto „Viva l‘amore“ drei spritzige Notturni von Wolfgang Amadeus Mozart sowie „Träumereien“, darunter „Der Lindenbaum“ und „Greensleeves“.

Weitere Zwischenspiele am Klavier kamen von der 18-jährigen Johanna Lichtenberg, die mit Hartmann den ersten Satz des Konzerts in D-Dur von Joseph Haydn (Hob.XVIII:11) darbot, sowie vom gerade neun Jahre alt gewordenen Umberto Barra. „Als er noch acht war, wollte er sein Klavierstück mit verbundenen Augen präsentieren. Ich meinte, er soll es erst einmal normal spielen, später kann man sich immer noch steigern“, verriet Hartmann über seinen jungen Schüler.

Als Solistinnen traten Annette Gröning auf, die mit klarem Sopran romantische Liebeslieder von Franz Liszt und Richard Strauss vortrug, sowie die 18-jährige Marion Schoner. Die Amöneburgerin präsentierte mit ausdrucksstarker dunkler Stimme den Popsong „Read All About It (Part III)“ von Emeli Sandé, der praktischer Teil ihrer Abiturprüfung gewesen war.

„Klangfarben“ Schönstadt und „Concordia“ Kirchhain brachten beim Finale unter Leitung von Reinhold Hartmann eine Fuge von Johann Sebastian Bach zum swingen und verabschiedeten sich mit „Good night, Sweetheart“.

von Manfred Schubert

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