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Wettmelken und Kälbchen streicheln

Hof Lölkes öffnete seine Türen Wettmelken und Kälbchen streicheln

Hunderte große und kleine Besucher verbrachten am vergangenen Dienstag einen abwechslungsreichen „Maus-Tag“ auf dem Bauernhof.

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Zahlreiche Familien nutzten den Hoftag, um einen Blick hinter die Kulissen eines Milchviehbetriebes zu werfen. Leo und Mutter Bianca Schwab gingen mit den Kälbchen auf Tuchfühlung (links).

Quelle: Ina Tannert

Simtshausen. Wo kommt die Milch eigentlich her, welchen Weg nehmen Milchprodukte in der Region und wie viele Ressourcen werden dafür verbraucht? Diesen und anderen Fragen gingen mehr als 400 Besucher am „Tag der Deutschen Einheit“ auf den Grund.

Hintergrund

Für den Maus-Türöffner-Tag hatte sich der Landkreis erfolgreich beim WDR Fernsehen beworben. Der Aktionstag vor dem Hintergrund der „Sendung mit der Maus“ wird bundesweit gemeinsam mit Partnern vor Ort initiiert, mit dem Ziel, verschiedene Themen kindgerecht näher zu beleuchten. Im Rahmen von Besuchertagen können Groß und Klein hinter die Kulissen verschiedener Akteure, Betriebe oder Behörden blicken.

Für einen Tag öffnete der Hof Lölkes seine Pforten im Rahmen des Maus-Türöffner-Tages vom WDR Fernsehen und dem Landkreis. Die Gelegenheit, einen genauen Blick hinter die Kulissen eines konventionellen Milchviehbetriebes zu werfen, nutzten zahlreiche Familien von nah und fern für einen Ausflug auf den Bauernhof. Teils proppenvoll waren an diesem Tag der Kuhstall, Melkstand und Kälberstall, wo sich die Hofgäste über den Kreislauf der Milcherzeugung von 180 Kühen informierten.

Die moderne Milchproduktion ist ein Kraftakt für die auf Leistung gezüchteten Milchkühe. Am Tag frisst eine Kuh 50 Kilogramm Futter. Die durchschnittliche Milchleistung liegt bei etwa 8 000 Litern im Jahr. Für jeden Liter Milch verbraucht eine Kuh drei bis vier Liter Wasser. Bundesweit versorgen rund vier Millionen Kühe die Verbraucher mit Milch. Die gibt es nur durch die Kälberzucht – ohne Nachwuchs keine Milch. Vor allem die kleinen Besucher konnten sich kaum trennen von den jungen Kälbchen und gingen auch mit den erwachsenen Tieren auf Tuchfühlung. Für einige Kinder war es der erste direkte Kontakt zu einer Kuh, die für die allmorgendliche Milch sorgt.

Bauern erklärten Besuchern den „Weg der Milch“

Den Weg der Milch vom Kuhstall bis zum Frühstückstisch verfolgten die kleinen Besucher an allen Stationen auf dem Hof. „Manche Kinder kennen Kühe nur noch von Bildern. Gerade für die, die in der Stadt aufwachsen, ist der Besuch auf dem Hof ein Highlight“, fand Besucherin Renate Freiling.

Das Thema Bauernhof war allgegenwärtig. Technikbegeisterte Besucher nahmen die Schlepper, die Photovoltaik- und Biogas-Anlage des Hofes unter die Lupe oder traten beim Wettmelken an einer Kuh-Attrappe gegeneinander an. „Vor allem für Kinder ist das eine spannende Sache, sie kennen alle Spiel- und Abenteuerparks, aber ein Bauernhof ist nochmal was ganz anderes“, sagte Hofchefin Karin Lölkes, Vorsitzende des Kreisbauernverbandes.

An verschiedenen Informationsständen drehte sich alles um Lebensmittelproduktion, Energieverbrauch und Klimaschutz. Der Kreisbauernverband und der Fachbereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz stellten regionale Betriebe der Milchwirtschaft vor und zeigten den „Weg der Milch“ zum und über den Markt bis zum Verbraucher auf. „Ich finde es wichtig, dass sich die Leute ein eigenes Bild von der Landwirtschaft machen und positive Eindrücke mitnehmen“, hoffte Lölkes.

 
Beim Melkwettbewerb bewies Finya Geschick und Fingerspitzengefühl. Foto: Ina Tannert

von Ina Tannert

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