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Wenn die Glocken sonntags läuten

Küster verabschiedet Wenn die Glocken sonntags läuten

Pfarrer und Kirchenvorstand verabschiedeten den langjährigen Küster Helmut Sauer in den verdienten Ruhestand. Claudia und Christian Koch übernehmen die Nachfolge im Küsterdienst.

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Pfarrer Friedhelm Hermann Wagner (links) und Kirchenältester Karl Debus (rechts) überreichten Elisabeth und Helmut Sauer (Mitte) für ihre langjährige Küsterarbeit einen Blumenstrauß und einen Präsentkorb.

Quelle: Elvira Rübeling

Münchhausen. In einem Alter,­ in dem für die meisten Menschen der Ruhestand längst begonnen hat, beschloss Helmut Sauer, als Küster für seine Kirche zu arbeiten.

Daraufhin versah der heute 84-Jährige mit Unterstützung seiner Frau Elisabeth 16 Jahre lang den Küsterdienst in der Kirche Münchhausen. Bei seinem damaligen Eintritt im Jahr 2001 ahnte er selbst noch nicht, dass es einmal so viele Jahre werden würden. Nun aber geht Helmut Sauer endgültig – und damit zum zweiten Mal – in den wohlverdienten Ruhestand.

Kirchenchor singt zum Abschied in der Kirche

Am Sonntagvormittag wurde er von Pfarrer Friedhelm Hermann Wagner und Kirchenältesten Karl Debus während des Gottesdienstes unter Mitwirkung des Kirchenchores Münchhausen-Wollmar, geleitet von ­seinem Sohn Burkhard Sauer, ­feierlich verabschiedet. Pfarrer Wagner, der zum Passionssonntag die Geschichte des „Sündenfalls“ gewählt hatte, schlug in seiner Predigt den Bogen sowohl zum Verzicht als auch zum Setzen und Überschreiten von eigenen Grenzen.

Mit „großer Anerkennung für all die guten Dienste“, gab Wagner einen Einblick in die geleistete Küsterarbeit von Helmut Sauer. Er betonte, dass das Läuten zu den Gottesdiensten und gottesdienstlichen Anlässen wie Andachten, Aussegnungen und Beerdigungen, das Wechseln und das Pflegen der Tücher am Altar und an der Kanzel sowie das Anzünden der Kerzen zu den Aufgaben eines Küsters gehören.

Claudia und Christian Koch sind neue Küster

Neben vielen anderen Gebieten zählt außerdem Vorbereitungen und Mithilfe beim Abendmahl, Sorge für die Ordnung in der Kirche und in den Gemeinderäumen, Übernahme von kleineren Reparaturen, wöchentliches Kehren der Bürgersteige und des kirchlichen Geländes sowie Winterdienst und Rasenmähen dazu.

All diese Aufgaben über eine­ so lange Zeit, in einer erstaunlichen Rüstigkeit zu bewältigen, sei etwas Besonderes, sagte Wagner und führte weiter­ aus, dass Helmut Sauer wie der ­Beter des 26. Psalms sagen könne: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.“

Kirchenältester Karl Debus überbrachte den Dank des Kirchenvorstandes und wünschte­ dem Ehepaar Sauer einen ­gesegneten Lebensabend. Im Abschluss stellte Pfarrer Wagner das Ehepaar Claudia und Christian Koch vor, die die Nachfolge in der Küsterarbeit antreten.

von Elvira Rübeling

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