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Ortsvorsteher wünscht sich mehr Engagement

Bürgerversammlung Simtshausen Ortsvorsteher wünscht sich mehr Engagement

Trotz enttäuschender Resonanz, hinsichtlich der Besucherzahl bei der Bürgerversammlung in Simtshausen, blieb Ortsvorsteher Michael Haubrok-Terörde optimistisch.

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Das Simtshäuser Bürgerhaus soll noch in diesem Jahr renoviert werden. Die Gemeinde wartet derzeit auf den Bewilligungsbescheid für einen Zuschuss vom Land Hessen.

Quelle: Archiv: Martina Koelschtzky

Simtshausen. Hauptsächlich aus zwei Gründen hatten die Ortsbeiratsmitglieder zusammen mit Bürgermeister Peter Funk die Bürgerversammlung einberufen. Im Vorfeld wurde die Bevölkerung mit dem Verteilen von Handzetteln sowie durch die öffentlichen ­Medien darauf aufmerksam gemacht. Gekommen wären dennoch nur die Bürger, die immer ­anwesend seien, wenn es um ihren Wohnort Simtshausen­ gehe, bedauerte der Ortsvorsteher.

Mit dem Ergebnis war er am Ende dennoch zufrieden: mehr als die Hälfte der 20 Erschienenen erklärte sich dazu bereit, bei der bevorstehenden Innen-Renovierung des Bürgerhauses  zu helfen und sich bei den Vorbereitungen einer 800-Jahrfeier im Jahr 2019 mitzuwirken.

Renovierung des Bürgerhauses kostet 141.000 Euro

Ohne Eigenleistung, so Bürgermeister Peter Funk, wäre der Kostenaufwand von 141.000 Euro, die für die Renovierung des Bürgerhauses benötigt werden, nicht zu stemmen. Die Bezuschussung der Renovierung sei im Januar beim Land Hessen beantragt worden, jedoch stehe der Bewilligungsbescheid noch aus.

Dennoch hofft Michael Haubrok-Terörde am 1. Oktober mit der Innen-Renovierung beginnen zu können. Dazu gehört die grundlegende Sanierung der ­gesamten Toilettenanlage im Eingangsbereich des Bürgerhauses mit Erneuerung der Sanitäranlagen und Fließen sowie der Austausch der vorhandenen Beleuchtung. Im ehemaligen „Putzkämmerchen“ soll ­eine barrierefreie Toilette entstehen.

Umbau im Foyer, Neuerungen in der Küche

Des Weiteren sollen Decke und Fußboden im Foyer erneuert werden und auch dort die Umstellung auf LED-Leuchtmittel, wie auch im großen Saal und in den Nebenräumen, erfolgen. Die Beleuchtung im Außenbereich des Hauses soll ebenfalls verbessert und unter anderem der Eingang zum Bücherstübchen verbreitert werden.

Geplant ist außerdem, die  Warmwasserversorgung des Hauses in den Sommermonaten künftig über Durchlauferhitzer zu gewähren. Des Weiteren soll eine Dunstabzugshaube, zusätzliche Steckdosen in der Küche und im Außenbereich sowie ein Wasserhahn im Außenbereich installiert werden.

Gründung eines Festausschusses vertagt

Problematischer wurde es beim zweiten Punkt der einberufenen Bürgerversammlung. Durch die Aufmerksamkeit von Wolfgang Wiegand, der in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Gerhard Aumüller herausgefunden hat, dass Simtshausen im Jahr 1219 erstmalig urkundlich erwähnt wurde, ist die Idee einer 800-Jahrfeier entstanden. Seitdem wurden unter anderen bei den Treffen der Vereinsgemeinschaft viele Ideen zusammengetragen. Dazu gehören zwei Grenzbegänge im Frühjahr und im Herbst, die beispielsweise am Backhaus mit einem Fest enden, eine Theateraufführung mit historischem Inhalt, ein Kinoabend, ein großes Festwochenende und zum Abschluss des Jubiläumsjahres 2019 eine gemeinsame Silvesterfeier im Bürgerhaus.

„Auch dabei ist wieder die Hilfe der Bevölkerung gefragt, ohne die eine 800-Jahrfeier nicht umgesetzt werden kann“, sagte­ Haubrok-Terörde. Die Idee, schon bei der Bürgerversammlung einen Festausschuss gründen zu können, musste jedoch vorerst fallengelassen werden. Dazu bedarf es unter anderem einen Verantwortlichen, der ­alle Fäden der Organisation in der Hand halte. Dennoch erklärten sich 15 der 20 Anwesenden bereit, bei der Organisation des Festes mitzuarbeiten.

von Elvira Rübeling

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