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Münchhausen wählt aus zwei Bewerbern

Wahlkampf in den Ferieb Münchhausen wählt aus zwei Bewerbern

In Münchhausen gibt es zwei Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Das bedeutet, wer bei der Wahl am 11. September mehr Stimmen auf sich vereinigen kann, ist für die nächsten sechs Jahre gewählt.

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Wer wird in den kommenden sechs Jahren als Bürgermeister Chef der Verwaltung im Rathaus Münchhausen sein?

Quelle: Götz Schaub

Münchhausen. Das ist Münchhausen gar nicht mehr gewohnt: Eine Bürgermeister-Direktwahl mit zwei Kandidaten. Die beiden  Wahlen zuvor durfte Amtsinhaber Peter Funk (parteilos) als Alleinkandidat auf eine Wiederwahl setzen. Dieses Mal muss er sich eines Herausforderers erwehren, der ebenfalls wie er parteilos ist, aber ganz klar nach außen erkennbar von der SPD gestützt wird. Dieser Kandidat ist Ulrich Mengel (Privatfoto).

Als Herausforderer liegt natürlich jetzt viel Arbeit vor ihm. Er muss schließlich die Wähler von sich überzeugen. Was er allerdings nicht machen muss, ist die Gemeinde als solche kennenzulernen, denn die kennt er wahrlich gut genug, weil er nämlich aus ihr stammt und auch dort lebt. Trotzdem will er sich aufmachen, und in jedem der fünf Ortsteile persönlich seinen Bewerbungsflyer zur Wahl in die Haushalte bringen. Dabei hofft er natürlich auch auf viele interessante Gespräche mit den Bürgern. „Ja ich werde von der SPD unterstützt, auch aktiv im Wahlkampf“, sagt Mengel im Gespräch mit der OP. Aber: „Es ist mir wichtig, deutlich zu machen, dass ich kein SPD-Mitglied bin und als parteiloser Kandidat antrete, damit ich als Bürgermeister auch Bürgermeister für alle sein kann. Auf diese Unabhängigkeit lege ich viel Wert.“ Die SPD wird Mengel nichtsdestotrotz auch mit eigenen Veröffentlichungen unterstützen, zudem Termine in allen Ortsteilen anbieten, bei dem Mengel vorgestellt wird.Wer sich über Mengel vorab informieren möchte, kann dies auch im Internet tun, unter www.ulrichmengel-gm.de.

UGL will sich zunächst nur informieren lassen

Dort findet sich auch eine Übersicht über die Ausgestaltung seines Wahlkampfes, sprich über die Termine und Veranstaltungen, bei denen er dabei ist, beziehungsweise sich vorstellt. Und Ferien? „Daran ist jetzt nicht zu denken, der Wahlkampf geht vor.“

Und Peter Funk (Privatfoto)? Wie will er sich bei den Menschen als Bürgermeisterkandidat präsentieren? „Ich mache in erster Linie meine Arbeit weiter. Das ist mein Auftrag, dafür wurde ich gewählt. Meine tägliche Arbeit ist deshalb auch die Bewerbung für eine weitere Amtszeit. Ich bin nicht neu, ich bin in diesem Amt und möchte als Bürgermeister weiter an der Entwicklung unserer Gemeinde arbeiten.“  Funk wird sicher auch einen Flyer in der Bürgerschaft verteilen. Einen eigenen Internet-Auftritt hat er aber nicht in Planung. Dass er nach zweimaliger Alleinkandidatur einen Gegenkandidaten hat, wertet Funk als Ausdruck der Demokratie. Die Wähler bekommen eine echte Wahl zwischen zwei Kandidaten. Mengel muss seine Bewerbung vorlegen, Funk will sich an seiner bisherigen Arbeit messen lassen. Das ist der Unterschied.

Kandidaten am 1. September im OP-Wahltalk

Am Donnerstag, 1. September, also in der ersten Woche nach den Ferien werden sich die beiden Kandidaten bei einem öffentlichen Wahltalk der Oberhessischen Presse im Dorfgemeinschaftshaus Niederasphe den interessierten Bürgern der Großgemeinde im direkten Vergleich präsentieren. Zudem werden beide am Mittwochabend ab 20 Uhr Gäste im Ortsbeirat Simtshausen sein. Dort sollen sie insbesondere Stellung zu Themen nehmen, die den Ortsteil Simtshausen betreffen. Ortsvorsteher von Simtshausen ist Michael Haubrock-Terrörde.

In seiner Eigenschaft als Sprecher der Fraktion der Unabhängigen Grünen Liste (UGL) im Gemeindeparlament  nahm er auf Nachfrage der OP wie folgt Stellung: Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Wahlempfehlung der UGL. Da wir keinen der Kandidaten als „unseren“ Kandidaten betrachten, können wir den Wahlkampf in Ruhe beobachten. Es ist erst einmal an den Bewerbern, sich und ihre Vorstellungen öffentlich darzustellen. Ob einer der Kandidaten am Ende so überzeugt, dass die UGL seine Wahl empfiehlt, ist derzeit völlig offen.“ Für die CDU gab es keinen Anlass, mit einem neuen Kandidaten ins Rennen zu gehen, sie hat Funk, obgleich auch er parteilos ist, von Beginn an, also seit 1998 unterstützt.

von Götz Schaub

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