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Münchhausen hat jetzt 54 neue Genossen

Energiegenossenschaft gegründet Münchhausen hat jetzt 54 neue Genossen

Der Aufsichtsrat besteht aus neun Männern, der Vorstand aus zweien. Wer noch mitmachen will, insbesondere Frauen, ist eingeladen, sein Interesse zu formulieren.

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Peter Funk (von links) Werner Semus, Manuel Kahler, Gerhard Hallenberger, Dr. Harald Dörnbach, Bernd Fett, Bernd Zimmer,
Hermann Koch, Hans Hermann Zacharias, Armin Wiegand und Hans-Martin Seipp bilden den Aufsichtsrat beziehungsweise gehören dem Vorstand an (siehe unter WAHLEN).Foto: Götz Schaub

Oberasphe. In gut drei Stunden war es geschafft. Die Energiegenossenschaft Münchhausen nimmt ihre Arbeit auf. Zunächst noch als Genossenschaft in Gründung, doch sollen sich die beiden Vorstände Hermann Koch und Armin Wiegand um eine möglichst rasche Eintragung in das Genossenschaftsregister kümmern. Zudem sollen die beiden ein Konto für die Genossenschaft eröffnen. Gerhard Hallenberger, Ortsvorsteher von Oberasphe, ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich wie acht weitere Gründungs­mitglieder in den Aufsichtsrat wählen. „Schließlich geht die ganze Sache auf eine Idee des Oberaspher Ortsbeirats zurück“, führte er aus. Er wolle sich gerne noch in der Anfangszeit in erster Reihe einbringen.

Auch Bürgermeister Peter Funk gehört dem Aufsichtsrat an. Und mehr noch, er übernahm den Vorsitz. „Hier in der Genossenschaft bin ich als Privatmann und möchte gerne meine Kraft in den Dienst der Genossenschaft stellen“, sagte er.

Dass die Gründung so reibungslos vonstatten ging, lag an der guten Vorbereitung und an Bernhard Brauner vom Genossenschaftsverband, der sehr professionell und für jeden verständlich durch die Versammlung führte, bis sich der Aufsichtsrat konstituierte. Ausdrücklich luden Brauner und Funk weiter Bürger ein, sich der Genossenschaft anzuschließen und eventuell auch Verantwortung im Aufsichtsrat oder im Vorstand zu übernehmen. Bis dato fehlt es noch komplett an Frauen.

Insgesamt kamen 60 Personen nach Oberasphe, 54 machten mit ihrer Unterschrift ihren Beitritt zur Genossenschaft perfekt. Jedes Mitglied hat nach der frisch beschlossenen Satzung mindestens einen Geschäftsanteil zu zeichnen. Dieser Anteil beträgt 100 Euro. Natürlich kann ein Mitglied sich mit Zustimmung des Vorstandes mit weiteren freiwilligen Geschäftsanteilen beteiligen.

Die große Frage ist nun, wo sich die Genossen engagieren wollen. „Das wird das Thema der kommenden Sitzungen werden“, sagt Peter Funk. Vieles ist denkbar, aber nicht die Planung und Ausführung eines Nahwärmenetzes. Dafür müsste sich dann schon eine eigene Genossenschaft gründen, weil sich daran in der Regel nur die beteiligen, die auch anschließen können.

Die Aufsichtsratsmitglieder wie auch die beiden Vorstandsmitglieder, die vom Aufsichtsrat berufen wurden, hatten sich schon im Vorfeld der Versammlung bereit erklärt, entsprechende Posten zu übernehmen. Das machte den Wahlvorgang leichter. Die Versammlung wählte den Aufsichtsrat in einem Wahlvorgang und einstimmig. Ein guter Start.

von Götz Schaub

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