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„Möchte Aufbruchstimmung erzeugen“

SPD-Ortsverein „Möchte Aufbruchstimmung erzeugen“

Nachdem Peter Funk zweimal als Alleinkandidat wiedergewählt wurde, wird er im September mindestens einen Herausforderer im Kampf um das Bürgermeisteramt haben.

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Hans-Martin Seipp (links) und Heinrich Krieg (rechts) vom SPD-Ortsverein setzen bei der Bürgermeisterwahl auf Uli Mengel, der als parteiloser Kandidat antreten möchte.

Quelle: Götz Schaub

Münchhausen. Dass jetzt keine Legenden entstehen: Uli Mengel tritt nicht an, weil Peter Funk Bürgermeister ist. Er tritt an, weil er eine Vision hat, ein Konzept, eine Idee, wie Münchhausen weiterzuentwickeln ist. Und dieses Konzept möchte er ­
gerne in Verantwortung umsetzen, in Verantwortung als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. Deshalb erzählt er auch gar nichts darüber, was er von Funk und dessen Arbeit hält, sondern konzentriert sich spätestens seit Dienstagabend nur auf seine Mission.

Warum spätestens seit Dienstagabend? Weil er seit diesem Abend die offizielle Unterstützung des SPD-Ortsverbands hinter sich weiß. Dort hatte er als Parteiloser seine Konzepte vorgestellt und um Unterstützung gebeten, die ihm nun per Beschluss der Versammlung sicher ist.

Menegl: „Ich möchte eine Aufbruchstimmung erzeugen“

Mengel möchte einen neuen Ansatz zur Entwicklung der Großgemeinde anbieten. „Ich möchte eine Aufbruchstimmung erzeugen. Wir stehen vor großen Herausforderungen, denen wir nicht unvorbereitet begegnen sollten“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Was meint er damit? „Nun, in dieser Wahlzeit wird die Umgehungsstraße gebaut. Das bringt  für den Ort Münchhausen große Veränderungen mit sich. Die ganze Dorfkultur wird sich durch die Herausnahme des Verkehrs ändern. Deshalb sollten wir bereits jetzt damit beginnen, zu überlegen, in welche Richtung es gehen soll.“

Dabei will Mengel zwar als Bürgermeister mitarbeiten, aber keineswegs an den Bürgern vorbei. Er setzt auf die Schlagworte Gemeinsamkeit und Kommunikation. „Nur so kann es funktionieren. Es muss Hand in Hand gehen zwischen Bürgern, Vereinen und Politik. Hans-Martin Seipp, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Münchhausen, gefällt dieser Ansatz. Und er geht auch den nächsten Schritt gerne mit. Mengel spricht von der Gründung von Kompetenzteams, die verschiedene Themenfelder abdecken und die Entwicklung der Großgemeinde mit neuen Impulsen versorgen. „Ich habe jetzt von Münchhausen gesprochen, aber im Kern trifft das auf alle Ortsteile zu“, macht Mengel deutlich. Die Themenpalette ist vielfältig. Es geht dabei auch um die Sicherung und den Ausbau der Infrastruktur.

Jungen Menschen Gründe liefern nicht wegzuziehen

Dazu müsse es gelingen, Menschen Anreize zu bieten. Jungen Menschen, die bereits in der Gemeinde wohnen, Gründe zu liefern, nicht wegzuziehen und Anderen Gründe zu liefern, gezielt die private, vielleicht sogar auch die berufliche Zukunft, in Münchhausen zu suchen. Dazu müssen ganz offensiv alle Wege ausgelotet werden, die die finanzielle Ausstattung der Gemeinde verbessern, wie etwa eine angepasste Suche nach Fördermittel für bestimmte Investitionen.

Für Mengel hat der Bürgermeisterwahlkampf jetzt begonnen. Er will gezielt die Öffentlichkeit suchen, sich bekannter machen und auch von seinen Ideen erzählen. Die SPD will ihn auch dabei unterstützen, kündigt Seipp an. Und mehr noch. „Auf alle Fälle wollen wir auch der Unabhängigen Grünen Liste diese Idee vortragen und fragen, ob sie Mengel mit unterstützt.“  

 
Zur Person
Uli Mengel ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Der 54-jährige Diplom-Kaufmann stammt gebürtig aus Münchhausen und wohnt auch im Kernort der Großgemeinde. Er engagierte und engagiert sich noch immer ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen, unter anderem aktuell als Vorsitzender des Grenzgangvereins Münchhausen. Von 1998 bis 2015 hatte er als Gründungsmitglied den Vorsitz des Fördervereins der Grundschule Münchhausen inne. Von 2006 bis 2009 war er Sprecher des Kinder- und Jugendrings, bevor die interkommunal arbeitende  „Jugendförderung Nordkreis“ etabliert wurde.

von Götz Schaub

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