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Mit mehr Energie für die Windenergie

Parlament Münchhausen Mit mehr Energie für die Windenergie

Energiewende auch in Münchhausen: „Wir müssen jetzt die Grundlagen schaffen, um für alle Fälle bereit zu sein“, forderte Hans-Martin Seipp, Mitglied der SPD-Fraktion, vehement ein und erntete von der CDU-Fraktion in Person von Karin Lölkes ein positives Echo: „Wir sind dabei, wir wollen, dass es jetzt vorangeht.“

Simtshausen. Entsprechend beschloss das Parlament bei nur zwei Enthaltungen aus Reihen der SPD und der UGL und nur einer Gegenstimme aus Reihen der SPD die Aufstellung des Bebauungsplanes „Windpark Hochbehälter Niederasphe“. Generell verfolgt die Gemeinde das Ziel, Wildwuchs von Windkraftstandorten zu vermeiden und stattdessen an geeigneten Stellen Windkraftstandorte unter größtmöglicher Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit zu entwickeln. Ein Bebauungsplan versetzt die Gemeinde in die Lage, dies zu steuern, zumal im zweiten Schritt eine Veränderungssperre für den Geltungsbereich des Bebauungsplanes beschlossen wurde.

Dies verschafft der Gemeinde Zeit, eigene Idee voranzubringen. Dazu hatte SPD-Mann Klaus Weisenfeld einen Antrag formuliert, der sicherstellen soll, dass die Gemeinde, wenn es drauf ankommt, auch sofort handlungsfähig ist. Danach soll der Gemeindevorstand in geeigneter Form umgehend Gespräche mit allen privaten Grundstückseigentümern im Bereich des Bebauungsplanes aufnehmen, mit dem Ziel, bis Februar 2014 vertragliche Vereinbarungen für dessen Beteiligung an einer zukünftigen Windkraftanlage zu schließen.

Darüber hinaus soll der Gemeindevorstand „alle nötigen Maßnahmen durchführen, um bis Juni 2018 eine vollständige baurechtliche Genehmigung vorliegen zu haben“. „Nur so können wir unsere Handlungsfähigkeit bewahren. Denn keiner weiß, welches Vorhaben schließlich zur Ausführung kommen wird“, sagte Weisenfeld. Er spielte damit auf die bereits beschlossene Prioritätenliste an. Nach kurzer Diskussion kamen CDU, SPD und UGL überein, dass der Antrag die Prioritätenliste unverändert lässt. Nach wie vor hofft man zunächst auf eine Weiterentwicklung bei Ernsthausen beziehungsweise Wollmar. Dann folgt der Standort Oberaspher Wald, ehe die dritte Option inmitten des Gemeindegebiets zum Tragen kommen soll.

Rainer Ulbrich (UGL) sieht nicht nur die eigene Gemeinde in der Pflicht, ihre Hausaufgaben für Angebote zur Energiewende zu machen. „Welche Möglichkeiten haben wir denn, wenn es in Sachen Wollmar keine Resonanz vom Regierungspräsidium Gießen gibt?“ Der UGL-Mann sagte dies vor dem Hintergrund, dass im Entwurf des Teilregionalplans Energie ausgerechnet dort keine Vorrangflächen mehr vorhanden sind.

von Götz Schaub

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