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Mehr als 30 Reiter bilden die Spitze

Grenzgang Wollmar Mehr als 30 Reiter bilden die Spitze

Die Grenzgangburschen sind zweifellos die wichtigsten Repräsentanten des Grenzgangfestes. Aber ohne Reiter wäre das große Fest ganz sicher auch nicht komplett.

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Um als Reiter am Grenzgang in Wollmar teilnehmen zu können, muss man eine lange Vorbereitungszeit einplanen. Diese schafft Pferden Vertrautheit mit der Aufgabe und schweißt auch die Reiter zu einem eingeschworenen Haufen zusammen.Privatfoto

Wollmar. Am 6. und 7. September sind die beiden Tage, an denen die Wollmaraner ihre Grenze abmarschieren. Reiter gehören zum Grenzgang Wollmar einfach mit dazu. Ihre Zahl hat sich allerdings gegenüber früheren Festen deutlich vergrößert. Ritten vor einigen Jahrzehnten nur fünf Reiter dem Grenzgang-Pulk voraus, sind es dieses Mal laut Veranstalter mehr als 30. Nun, die Zahl der Burschen hat sich ja im Laufe der Jahre auch vergrößert. Während die Grenzgangburschen für Recht und Ordnung während des Grenzgangs sorgen müssen, sind die Reiter eher eine schöne Begleiterscheinung. Sie bilden in der Regel die Vorhut und laden in den angrenzenden Ortschaften die Bevölkerung auf die Frühstücksplätze ein.

Am ersten Grenzgangtag, also am Freitag, 6. September, geht es für Pferde und Reiter schon sehr früh los. Um 5.45 Uhr sammeln sich die Reiter und setzen sich an die Spitze der durch das Dorf ziehenden Grenzgänger. Anschließend geht es in zügigem Tempo zum Nachbarort Berghofen, dann über Ernsthausen und Münchhausen zum ersten Frühstücksplatz bei Münchhausen. Nach einer gemeinsamen Rast geht es für die Grenzgangreiter weiter nach Niederasphe und Oberasphe, um sich dann auf dem zweiten Frühstücksplatz mit den Gästen und Wanderern zu treffen. Insgesamt legen die Reiter mit ihren Pferden am ersten Tag 28 Kilometer zurück. Am Samstag, 7. September, sind es dann noch mal zwei Kiklometer mehr, also 30. Wieder geht es um 5.45 Uhr los mit dem Zug durchs Dorf. Anschließend geht es über Frohnhausen, Laisa und Battenberg zum Frühstücksplatz im Gillersborn beim Grenzstein zu Laisa. Auf diesem Frühstücksplatz wird nach einer kleinen Verschnaufpause das Grenzgangtuch ausgeritten. Teilnehmen dürfen nur die Reiter, die an beiden Tagen mit demselben Pferd geritten sind. Das Rennen geht über 1000 Meter. Dabei dürfen keine „treibenden Hilfsmittel wie Gerte oder Sporen benutzt werden. Im Puhl an der Grenze zu Berghofen findet dann die letzte Rast statt, ehe es wieder zurück nach Wollmar geht. - Wer sich jetzt überlegen sollte, noch mitreiten zu wollen, der muss sich sagen lassen, dass es dafür zu spät ist. Denn die Grenzgangreiter haben schon vor Monaten begonnen, sich und vor allem die Pferde auf die Aufgabe vorzubereiten. Die Pferde müssen aneinander gewöhnt sein und sollten auch die Strecken schon gut kennen, ehe sie dann ein wichtiger Teil des Festes werden.

von Götz Schaub

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