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Mehr Tempo beim Bauplatzverkauf

Ausschuss für Bau und Umwelt Mehr Tempo beim Bauplatzverkauf

CDU und SPD versuchten in der Sitzung am Montag einen neuen Anlauf, die Zuständigkeit beim Bauplatzverkauf auf den Magistrat zu übertragen. Diesmal scheint es zu klappen.

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Der Ausschuss für Bau und Umwelt tagte im Konferenzraum der Stadthalle.

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Im Grunde hatten es in der Septembersitzung fast alle­ Stadtverordneten für sinnvoll gehalten, die Zuständigkeit bei der Entscheidung über Bauplatzverkäufe auf den Magistrat zu übertragen. Damit sollte die bisher notwendige Genehmigung der Verträge durch die Stadtverordnetenversammlung entfallen und insbesondere privaten Bauherren unnötige Wartezeiten, vor allem in der Sommerpause, erspart werden.

Die CDU brachte nun einen eigenen Antrag ein, bei dem die Übertragung der Zuständigkeit auf den Magistrat lediglich auf solche Fälle beschränkt bleiben sollte, in denen private Gebäude zu Wohnzwecken errichtet werden sollen. Die SPD hingegen vertritt die Meinung, dass ein schnelles Handeln auch bei Gewerbeflächen wichtig sei, um keinen Standortnachteil gegenüber Gewerbeansiedlungen konkurrierender Nachbarkommunen zu haben.

Entscheidung soll schneller fallen

„Unternehmer sind in Entscheidungen manchmal viel schneller als Verwaltungen, darum heißen sie Unternehmer, nicht Unterlasser. Dass Bauträgergesellschaften die wenigen verfügbaren Flächen horten könnten, wollen aber auch wir unterbinden“, erklärte Richard Heß von der SPD.

Im Änderungsantrag der SPD zum CDU-Antrag sind daher Gewerbeflächenverkäufe an Privatpersonen und Gewerbebetriebe eingeschlossen. Ausgenommen von der Übertragung der Zuständigkeit auf den Magistrat sollen Verkäufe von Grundstücken an gewerbliche Bauträger, Bauträgergesellschaften oder Investoren sein. Dieser Antrag erhielt mit fünf Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung die Empfehlung des Bauausschusses. Die endgültige Entscheidung fällt bei der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 11. November im Bürgerhaussaal der Stadthalle.

Neue Lagerhalle am „Aspher Weg“

Einstimmig fiel die Zustimmung der Ausschussmitglieder zugunsten eines gewerblichen Bauvorhabens am „Aspher Weg“ aus, das eine Änderung des Flächennutzungsplanes erfordert. Der Bauherr und ein Mitarbeiter des von ihm beauftragten Planungsbüros stellten zu Beginn der zweistündigen Sitzung den 25 Teilnehmern ausführlich die Pläne dar. An ein vorhandenes Stallgebäude soll eine eingeschossige, etwa 27 mal 30 Meter große Lagerhalle für Stroh, Getreide, Holz, Pellets und bewegliches Inventar angebaut werden.

Thomas Meyer von der Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH stellte die bisherigen Ergebnisse seiner Bestandsaufnahme für den Radverkehrsplan des Landkreises vor. „Mit 4,3 Prozent Radverkehrsanteil im Landkreis sind wir bundesweit auf dem untersten Level. Ziel ist eine Erhöhung auf acht Prozent bis 2020“, erklärte er. Für Wetter und das Wetschaftstal sehe er aufgrund der Topografie eine Riesenchance. Ab dem kommenden Jahr werde der Landkreis frühzeitig in die Teilregionen gehen, um das Konzept im Austausch mit den Bürgern und Beteiligten vor Ort zu ergänzen.

Zu den gewünschten Bedarfshaltestellen in Todenhausen und Niederwetter konnte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka noch keine Kostenangaben machen, weil die Informationen von Kurhessenbahn und Deutscher Bahn noch fehlten.

von Manfred Schubert

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