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Markt belohnt nicht nur die Mütter

Maimarkt Wetter Markt belohnt nicht nur die Mütter

In Wetter spielte das Wetter zwar nicht immer mit, aber davon ließen sich die Besucher des Maimarktes gestern nicht die Laune verderben

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Ob schon Mutter oder nicht: Am Muttertag nahm man es nicht ganz so eng beim Verteilen der Rosen. Jede Frau bekam ein Blümchen geschenkt.Fotos: Elisabeth Beikel

Wetter. Rot, gelb, orange - Rosen jeglicher Größe und Farbe. War etwa der „Bachelor“ aus dem Fernsehen höchstpersönlich in Wetter unterwegs und suchte seine neue Auserwählte, um ihr die letzte Rose zu überreichen? Nein, denn die Rosen waren am Muttertag natürlich für die Mütter gedacht.

Dabei wurden jedoch keine Unterschiede zwischen (Groß-)Müttern, werdenden Müttern oder Müttern in ferner Zukunft gemacht. Jede Frau bekam eine Rose oder vielleicht auch zwei. Zu Ehren der Mütter spielte die Stadtkapelle Wetter Musik vom Feinsten, während einige der Männer lieber die glänzenden Neuwagen der Autoschau nebenan begutachteten. Autohäuser aus der Region stellten vom BMW bis zum KIA ihre Modelle aus.

Franz Mehring, Vorsitzender des Gewerbevereins Wetter, freute sich besonders über die Neuerungen auf dem Maimarkt: „Die Autoschau ist dieses Jahr noch größer geworden und auch der Flohmarkt findet zum ersten Mal statt. Außerdem haben wir einen Graffiti-Sprayer.“ Um die 70 Stände präsentierten auf dem Maimarkt ihre Angebote. Einem Stand galt besondere Beachtung, denn die Einnahmen waren allesamt für Waisenkinder in Namibia bestimmt. Das Projekt läuft unter dem Namen „Ein Herz für Wilhelmina“, einer einheimischen Frau, die sich um 50 Waisenkinder kümmert. Dafür nahmen sich die Marktbesucher gerne Zeit.

Für das Projekt „Wetter ist uns wichtig“ verschönerte Calvin Curtis eine Mauer, indem er sie mit dem Wort „Aspecte“ kunstvoll besprühte und mit dem Motiv eines Bullen, passend zum dahinter gelegenen Stall, vervollständigte. So ein Kunstwerk dauere ungefähr sechs Stunden, sagte Curtis.

Es war auch nicht sein erstes Projekt in Wetter, denn im Jahr 2013 besprühte er zusammen mit den Schülern der Burgwaldschule eine Wand des Schulgebäudes. Dem waschechten Wetteraner Alexander Haemer gefiel das Graffiti-Sprühen am besten: „Wie oft bekommt man schon live zu sehen, wie jemand sprüht? Meistens sieht man unter Brücken ja die fertigen Ergebnisse“ - und die sind meist unerwünscht.

Alle Geschäfte der Innenstadt hatten geöffnet und boten somit auch Unterschlupf vor den Regenschauern. Trotz des Wetters war der Markt gut besucht. Eine einfache Erklärung hierfür hatte die Besucherin Melanie Zippel: „Wir sind ja nicht aus Zuckerwatte!“

Ein Dank geht an den Gewerbeverein Wetter, der in Zusammenarbeit mit dem TV 05 Wetter und der Stadt Wetter den Maimarkt erst möglich gemacht hat.

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von Elisabeth Beikel

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