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Mahnung, das Handeln stets zu überdenken

Volkstrauertag Mahnung, das Handeln stets zu überdenken

In vielen Orten des Landkreises gedachten am Sonntag anlässlich des Volkstrauertags die Menschen der Opfer von Krieg und Gewalt. In den Stadtteilen Wetters fanden die Gedenkfeiern nach oder vor den Gottesdiensten statt.

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Bettina Bamberger-Spanka (vorne) und Najeth Salomon vom Ortsbeirat Oberrosphe legten einen Kranz nieder

Quelle: Manfred Schubert

Oberrosphe. „Frieden und Freiheit, das sind die Grundlagen jeder menschenwürdigen Existenz.“ Mit diesen Worten Konrad Adenauers, des ersten Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland, begrüßte Bettina Bamberger-Spanka gemeinsam mit Najeth Salomon vom Ortsbeirat von Oberrosphe die 21 Teilnehmer der Gedenkfeier am Ehrenmal an der evangelischen Kirche.

Sie dankte, dass diese gekommen waren, um der vielen Männer, Frauen und Kinder aus ­unserem und anderen Ländern zu gedenken, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden.

Am Volkstrauertag ­erinnere man sich gemeinsam an die schlimmsten Zeiten deutscher Geschichte, die beiden Weltkriege und besonders die Nazi­diktatur. An gefallene Solda­ten wie getötete Zivilisten, an Mitbürger, die als Juden oder Mitglieder ethnischer Minder­heiten verfolgt und vernichtet wurden.

„Auch wenn die kriegerischen Auseinandersetzungen heute weit weg erscheinen, so stecken wir doch mit der Beteiligung unserer Soldaten, zum Beispiel in Afghanistan, oft mitten drin. Der Volkstrauertag soll uns auch mahnen, unser Handeln zu überdenken“, sagte Bamberger-Spanka.

„Ist es nicht an der Zeit, genau zu analysieren, was militärische Konflikte wirklich bringen?“, fragte sie und weiter, ob man mit Anwendung militärischer Gewalt die gewünschten Ziele erreiche oder schlimmstenfalls neue Gewalt erschaffe.

„Wir hoffen auf ein friedliches gesellschaftliches ­Miteinander, im Gedenken an die vielen Menschen, nicht nur der beiden Weltkriege, die ihr Leben durch Gewalt verloren haben“, schloss sie und legte unter den Klängen des Posaunenchors Oberrosphe mit Najeth Salomon einen Kranz vor dem Ehrenmal nieder. Direkt an die Gedenkfeier schloss sich der Gottesdienst mit Pfarrerin Wilma Ruppert-Golin an.

von Manfred Schubert

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