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Lotsen in der Welt der Bits und Bytes

Senioren lernen Umgang mit Computern Lotsen in der Welt der Bits und Bytes

Dass Senioren mit dem Computer sicher umgehen können, wenn ihnen das nötige Wissen vermittelt wird, bewies der mittlerweile dritte Kurs, bei dem Schüler der Ergotherapieschule aus Cölbe ihr Wissen an die ältere Generation weitergaben.

Cölbe. Geleitet wurde der „Grundkurs für Senioren ab 50“ von Reinhold Schneider und Kurt Orthwein, die jetzt zum Abschluss in gemütlicher Runde die Zertifikate verteilen konnten. Das Projekt sei nach dem Vorbild der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf, die wie andere Gemeinden auch, bereits länger Kurse für Senioren anböten, vor drei Jahren ins Leben gerufen worden und passe hervorragend zum Konzept „Alt und Jung“ in der Gemeinde Cölbe, so Schneider.

Elf Teilnehmer aus allen Ortsteilen hätten gezeigt, dass ein großes Interesse bestehe, freute er sich: Schneider ist sich sicher ist, dass es auch im nächsten Herbst wieder einen Kurs geben wird. Diese Jahreszeit eigne sich besonders gut, da die Schüler Zeit hätten, sich um ihre „Schützlinge“ zu kümmern. Und diese profitierten durchaus, hob Schulleiter Herbert Helmbrecht hervor. Schließlich würden sie in ihrem späteren Beruf Menschen mit Beeinträchtigungen unterstützen, und dies sei eine „schöne Vorübung“. Deshalb erhielten auch die jungen Trainer eine Urkunde zum Beleg ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Auch das Verschicken von E-Mails will geübt sein

Und diese hätten sie richtig gut gemacht, befanden praktisch alle Kursteilnehmer. Angefangen habe man mit Grundlegendem wie beispielsweise das richtige Herunterfahren des Rechners, berichtete die 65-jährige Sieglinde Michel aus Bürgeln. Am Ende fühle sie sich jetzt sicher, beispielsweise E-Mails zu verschicken. Dazwischen habe natürlich viel Üben gestanden.

Für sieben Einheiten à zwei Stunden trafen man sich im Computerraum der Schule. Die jungen Menschen seien schon eine große Hilfe, berichtete Heinz Hamel aus Bürgeln. Sie hätten immer darauf geachtet, dass die Teilnehmer auch wirklich etwas mitnähmen.

Er könne jetzt gut Texte erstellen und wisse nun, wie man beispielsweise über Suchmaschinen gezielt etwas im Internet sucht und vor allem findet, so der 71-Jährige. Schwierigkeiten hätten ihm vor allem englische Fachbegriffe gemacht, „und wenn man etwas nicht versteht, weiß man natürlich nicht, was dahinter steht“.

Schüler wollen noch besser auf Bedürfnisse eingehen

Die Schüler hätten auch da großartig unterstützt und das vor allem mit der nötigen Geduld. Vertieft worden sei das Wissen auch mit Hausaufgaben, so Sieglinde Michel, so hätten die Senioren zuhause beispielsweise ein Bild an eine E-Mail anhängen müssen.

Wie Schneider berichtete, spiegele sich die Zufriedenheit auch in ausgefüllten Fragebögen wieder. Und etwa die Hälfte würde sich jetzt gerne noch vertiefter mit der Materie befassen. Auch die Schüler hätten durchweg positive Eindrücke gewonnen, allerdings hätten sie unter anderem den Wunsch geäußert, selbstständiger auf die Bedürfnisse des Einzelnen und sein Tempo eingehen zu können, aber dem könne man beim nächsten Mal Rechnung tragen.

von Heiko Krause

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