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Lokale Allianz für würdevollen Umgang

Seniorennetzwerk Cölbe Lokale Allianz für würdevollen Umgang

Cölbe hat sich erfolgreich am Modellprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ beteiligt: Eine Zuwendung von 10000 Euro vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist der „Lohn“.

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Sabine von Aschwege-Viessmann (links) und Erika Völker vom Seniorennetzwerk Cölbe wollen das Thema Demenz thematisieren und Betroffenen wie Angehörigen Hilfen bieten.

Quelle: Elvira Rübeling

Cölbe. Sabine von Aschwege-Viessmann und Erika Völker vom Seniorennetzwerk Cölbe und Bürgermeister Volker Carle stellten nun die Pläne für die Verwendung des Zuschusses vor. Solidarität und Rücksichtnahme auf die an Demenz erkrankten Personen, so Sabine von Aschwege-Viessmann, seien Schritte, die jeder von uns im täglichen Leben leisten könne. Es geht darum, durch Geduld und Höflichkeit die Würde der Menschen zu achten.

Dank der Zuwendung vom Bund kann die Gemeinde Cölbe in dieser Hinsicht jetzt aber noch etwas mehr tun. Eine Anlaufstelle mit Sprechzeiten montags von 14 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung im linken Mehrzweckraum der Gemeindehalle soll ab Oktober Familienangehörige und Erkrankte mit Rat und Tat unterstützen. Das lange tabuisierte Thema ist öffentlicher geworden, da es immer mehr Betroffene gibt.

Eine der ersten Beratungsstellen dieser Art im Landkreis Marburg-Biedenkopf bietet Hilfesuchenden in Cölbe nun eine bisher einzigartige Möglichkeit. Damit soll auch die Bevölkerung Cölbes mehr für dieses Thema sensibilisiert werden.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Seniorennetzwerks Cölbe möchten unter anderem erreichen, dass den Erkrankten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zurückgegeben werden kann.

Ideen zur Schaffung von wohnumfeldnahen Angeboten für Betroffene und Angehörige sind dabei gefragt. Auch sind weitere Kooperationspartner, wie derzeit die „Alzheimergesellschaft Marburg-Biedenkopf“ vonnöten, damit gemeinsame Projekte und Möglichkeiten entstehen und auch umgesetzt werden können. Dazu bedürfe es natürlich auch einer größeren Anzahl von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die bereit sind, sich für andere zu engagieren.

Der Aufbau einer Betreuungsgruppe befindet sich bereits in der Planung. Des Weiteren sollen die Ehrenamtlichen auch als Betreuer beziehungsweise Gesellschafter vor Ort bei den Erkrankten eingesetzt werden. Ein kleiner Besuch kann bei krankheitsbedingter Isolation oder stattgefundenem sozialem Rückzug bei dem Erkrankten zuhause eine mehr als willkommene Abwechslung sein, so Erika Völker.

Das vollständige Konzept zur „Integration an Demenz erkrankter Personen in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde Cölbe“ soll während einer Auftaktveranstaltung Ende Januar/Anfang Februar 2015 in der Gemeindehalle vorgestellt werden.

Interessierte können sich ab sofort an das Seniorennetzwerk Cölbe in der Gemeindehalle (Friedhofstraße 4) wenden: Telefon 06421/9839119. Weitere Informationen auch auf www.coelbe.de

von Elvira Rübeling

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