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Löwenzahn-Kinder feiern Einweihung

Gemeinde-Kindergarten Cölbe Löwenzahn-Kinder feiern Einweihung

Im April 2012 war der Spatenstich, im November 2012 das Richtfest und nun wurde der neue Gemeindekindergarten „Löwenzahn“ in Cölbe mit einer fröhlichen Feier eingeweiht.

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Gleich dreimal war das eigens von „Spunk“ zur Einweihung komponierte Lied „Pusteblume-Löwenzahn“ zu hören.

Quelle: Manfred Schubert

Cölbe. Das Interesse war groß, die Rednerliste lang: etwa 200 Menschen drängten sich von Beginn an im neuen Kindergarten „Löwenzahn“, um auch den offiziellen Eröffnungsteil der Einweihungsfeier mitzuerleben.

Vor den Wortbeiträgen und nachdem die Bläsergruppe um Reinhold Wetzler gespielt hatte, waren die Kinder an der Reihe. Erst trugen sie das eigens von „Spunk“ zur Einweihung komponierte Lied „Pusteblume-Löwenzahn“ vor, dann sang es FSJ-ler (Freiwilliges soziales Jahr)Antonio Köhler als Solo, schließlich alle zusammen mit Gitarrenbegleitung durch Kinderlieder-Autor Gerd Müller.

Bürgermeister Volker Carle sprach von einem guten Tag für die Cölber Kinder, Eltern und Großeltern und betonte: „Wir möchten Partner sein, mit ihnen gemeinsam entwickeln, was das Beste für ihr Kind ist.“ Ein großes Projekt sei in finanziell schwierigen Zeiten an dem ehemaligen Produktionsstandort aus der Taufe gehoben worden, und mit den St. Jakob-Hausgemeinschaften und der Ergotherapieschule Fokus habe es tolle Nachbarn.

Carle hob, wie auch andere Redner, das große Engagement von Erika Völker, Leiterin der Kommunalen Kindergärten, hervor. Bei der Umsetzung des Projekts sei sie über ihre Grenzen hinaus gegangen, habe sich sogar als Polierin betätigt. Aber auch andere, Eltern, Großeltern und Erzieher, haben etwa 400 Stunden an Eigenleistungen eingebracht. Zum Beispiel beim Bau der Klettergerüste mit Hochebenen in den Krippenräumen haben sie gemeinsam mit Hand angelegt.

Und ihre Wünsche und Ideen in die Konzipierung des Kindergartens eingebracht. Die Architekten Roland Ott und Jörg Weber schilderten, wie nachträglich Dinge eingebracht wurden wie das frische Zubereiten der Mahlzeiten im Haus oder der ökologische Anspruch. Unter anderem die CO2-neutralen Wärme- und Akustikdämmstoffe, die wegen des langen Winters erst spät eingebaut werden konnten, führten dazu, dass die Eröffnung sich etwas verzögerte. Zwar erreiche das Gebäude nicht ganz Passivhausstandard, aber mit der Photovoltaikanlage auf dem Dache erzeuge es mehr Energie, als es verliere. Geheizt wird über das Nahwärmenetz, das Blockheizkraftwerk erhält virtuell Biogas aus dem Ebsdorfer Grund. Die Nutzfläche liegt bei 1200 Quadratmetern, außerdem sind 580 Quadratmeter überdacht. Die Kosten lagen bei knapp drei Millionen Euro.

Der Kindergarten bietet Platz für acht Gruppen mit maximal 120 Kindern, derzeit sind es 83. Bereits zum 1. August waren die zwei Krippengruppen mit je zehn Kindern eingezogen. Am 1. Oktober folgte der Umzug aus dem alten Kindergarten von zwei altersgemischten Gruppen von zwei bis fünf Jahren, einer Vorschulgruppe sowie einer Hortgruppe. Im Kindergarten sind derzeit noch drei, in der Hortgruppe noch zwei Plätze frei. Fast zeichne sich schon die Gründung einer siebten Gruppe ab, meinte Erika Völker.

Im Haus befinden sich außerdem die Praxis für Sprachtherapie von Katharina Mannheims, die Praxis für Sprach- und Lerntherapie von Irmgard Marlene Block und ein Büro der Präventiven Beratung „Null bis Sechs“ des Landkreises. Den Senioren der Wohngemeinschaften nebenan haben die Kinder bereits erste Besuche abgestattet, die Schüler der Ergotherapieschule haben ein Löwenzahn-Mosaik im Kindergarten gestaltet.

Zu dem bunten Programm zur Einweihung trugen Michael Angermann, Katharina Beck, Erzieherin Regine Flammiger und die elfjährige Elisa Riemer klassische Streichermusik bei, das Kimba Djembé Orchestra aus Marburg gab draußen zwei Trommelkonzerte und Gerd Müller von Spunk mehrere Mitmachkonzerte. Zum Abschluss fand ein Laternenumzug mit Akkordeonbegleitung um das alte Luwecogelände statt.

von Manfred Schubert

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