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Löschbären und ein neues Fahrzeug

Feuerwehr Amönau Löschbären und ein neues Fahrzeug

Mit der Übergabe ihres neuen Löschfahrzeugs, dass auch überregional und bundesweit im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen kann, feierte die Freiwillige Feuerwehr Amönau ihr 80-jähriges Bestehen.

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Symbolische Schlüsselübergabe für das neue Löschfahrzeug: Stadtbrandinspektor Stefan Ronzheimer (von links), Amönaus stellvertretender Wehrführer Christian Diehl und Wehrführer Sven Schmidt, Landrätin Kirsten Fründt und Bürgermeister Kai-Uwe Spanka.

Quelle: Manfred Schubert

Amönau. Seit 80 Jahren können sich die Bürger des Wetteraner Ortsteils, aber im Bedarfsfall auch deren Nachbarn, auf die Freiwillige Feuerwehr Amönau verlassen und daher ruhiger schlafen, betonten viele Redner in ihren Grußworten. Diese trugen sie während des Festkommers‘, der im Anschluss an ein feierliches Totengedenken am Ehrenmal am Mittwochabend im Dorfgemeinschaftshaus stattfand, vor etwa 250 Gästen vor.

Wehrführer Sven Schmidt ging nicht auf die gesamte Geschichte seiner Feuerwehr ein, da diese ausführlich in der 76-seitigen Festschrift beschrieben ist, sondern blickte auf seine über zehnjährige Amtszeit zurück. Sein Vorgänger Martin Ronzheimer habe sehr zur Entwicklung der Feuerwehr Amönau beigetragen und sei in seinem Tun und Wirken ein guter Lehrmeister für ihn gewesen, betonte er unter dem kräftigen Applaus der Zuhörer. Die Aufgaben in der Feuerwehr seien immer umfangreicher geworden, daher sei er froh, mit seinem Stellvertreter Christian Diehl und den Gerätewarten Alexander Damm und Stefan Diehl ein gutes Führungsteam zu haben. Dank richtete er auch an die Betreuer des Nachwuchses, die sich mit Herzblut der Jugend annähmen, seit diesem Jahr auch in der neu gegründeten Kinderfeuerwehr „Löschbären“. „Wir sind eine starke, selbstbewusste und hilfsbereite Truppe“, erklärte Schmidt und wünschte sich, dass es auch in den kommenden 80 Jahren so bleiben möge.

Neben der allgemeinen Würdigung der Leistungen und der Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute rund um die Uhr an sieben Tage in der Woche wurde mehrfach auch, unter anderem von Landrätin Kirsten Fründt, die aktuell und informativ gestaltete Homepage der Amönauer Wehr gelobt. Die neben ihm sitzenden Kameraden schlugen Webmaster Felix Lind, der zudem zu den Betreuern der „Löschbären“ zählt, immer wieder anerkennend auf die Schultern.

Stadtbrandinspektor Stefan Ronzheimer erklärte, dass das neue Löschfahrzeug Katastrophenschutz, kurz „LF 10 KatS“, dem Zug der Stadt Wetter für überörtliche, regionale und bundesweite Einsätze sowie für Ausbildungen im Landkreis zur Verfügung stehe. Es sei in Amönau stationiert worden, um die Einhaltung der Hilfsfristen zu gewährleisten, weil dort eine sehr gut ausgebildete Truppe rund um die Uhr zur Verfügung stehe und Amönau in einer höheren Gefährdungskategorie als andere Stadtteile eingestuft sei.

230000 Euro kostete das 12 Tonnen schwere, 220 PS starke Löschgruppenfahrzeug, das 1200 Liter Löschwasser und 120 Liter Schaummittel mitführt. Davon übernahm das Land 95000 Euro, der Förderverein der Feuerwehr Amönau 7000 Euro, die Stadt Wetter etwa 100000 Euro, und ein Wert von 25000 Euro konnte vom alten Fahrzeug übernommen werden.

„Wir freuen uns, sind stolz auf das Fahrzeug. Das ist auch ein Motivationsfaktor, nicht nur für die großen, auch für die kleinen Feuerwehrleute“, sagte Wehrführer Schmidt. Anschließend fand vor dem DGH die offizielle Fahrzeugübergabe statt, bei der Pfarrer Norbert Janker die Feuerwehrleute segnete und der Gesangverein Amönau, der während des Kommers‘ mehrmals aufgetreten war, als Abschluss einen irischen Segen sang. Seine Feuertaufe hat das neue Fahrzeug übrigens schon hinter sich, beim Brand der Grillhütte in Wetter war es erstmals im Einsatz.

In Verbindung mit dem 80-jährigen Bestehen findet am Wochenende in Amönau der Kreisfeuerwehrverbandstag statt.

von Manfred Schubert

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