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Langer Wunschzettel in Oberrosphe

Ortsbegehung Langer Wunschzettel in Oberrosphe

Mit einer Ortsbesichtigung wurde gestern die Bürgerversammlung in Oberrosphe eingeleitet. Der Umbau des Festplatzes war dabei aus Sicht des Ortsbeirates ein Schwerpunkt.

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Dieser kürzeste Verbindungsweg zwischen Kirche und Friedhof wird im Herbst durch Laub glitschig. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka wies darauf hin, dass laut Satzung Anwohner verpflichtet seien, angrenzende öffentliche Wege zu pflegen.

Quelle: Manfred Schubert

Oberrosphe. Mit 16 Teilnehmern, darunter Ortsbeirats- und Magistratsmitglieder sowie Stadtverordnete, startete gestern Abend die der Bürgerversammlung vorangehende Ortsbesichtigung am Bürgerhaus. Endpunkt der Ortsbegehung war der Festplatz, dessen Neugestaltung der neue Ortsbeirat als erstes großes Projekt angehen möchte. Darum soll es auch bei der nächsten Sitzung des Ortsbeirats gehen, die am Mittwoch, 8. Juni, um 19 Uhr stattfindet.

Bürgermeister Kai-Uwe Spanka erklärte, man habe den Platz absichtlich nicht in die Dorferneuerung genommen, weil es einen recht hohen Ansatz von 500.000 Euro für die Umgestaltung gegeben habe und da noch andere Projekte in den drei Dörfern umgesetzt werden sollten. Daher heißt es, raus aus der Dorferneuerung und rein in die Regionalentwicklung. Ein Antrag auf Fördermittel über das Leader-Programm, bei dem die Förderquote gleich hoch ist, wurde eingereicht und liegt mittlerweile beim Landkreis. Jetzt brauche man noch eine konkrete Ansage, was gemacht werden soll, bei der Sitzung nächste Woche. Von einem „Mehrgenerationenplatz“ war unter anderem die Rede.

Neue Bänke, Tische und ein Sonnensegel

Erster Anlaufpunkt der Ortsbegehung war der Spielplatz an der Grundschule. Die Erneuerung von Bänken und Tischen sowie ein Sonnensegel stehen auf der Wunschliste. „Die Materialkosten sind nicht das Thema, sondern die Arbeitsstunden“, betonte Spanka. Wenn das in Eigenleistung gemacht werden solle, könne das schnell gehen. Vor der Schule erwähnte er die gerade bekannt gewordenen Pläne des Landkreises, die Oberrospher und die Mellnauer Schule zu schließen, über die er sich nicht gerade erfreut zeigte. Vielleicht kommt das Thema kurzfristig auch noch auf die Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung.

Im Neubaugebiet sind alle Bauplätze verkauft, ein neues soll vorläufig nicht ausgewiesen werden. Im Rahmen der Dorferneuerung habe die Stadt klar dokumentiert, dass sie auf Innentwicklung setze, sagte der Bürgermeister. Man sollte an Besitzer von Grundstücke im Innenbereich herantreten, wo Lückenschlüsse möglich seien, ob diese zu einem vernünftigen Preis verkaufen wollen. Leer stünden im Moment drei Häuser, in den nächsten Jahren seien weitere zu erwarten.

Auf dem Friedhof erläuterte Stadtverordnetenvorsteher Nils Jansen, dass im vergangenen Jahr schwerpunktmäßig die Anlage weiterer Urnen- und Rasengrabfelder geplant wird, gestalterisch soll nichts geändert werden. Auf den kürzesten Verbindungsweg zwischen Kirche und Friedhof angesprochen, der im Herbst durch Laub glitschig werde, wies Spanka darauf hin, dass laut Satzung Anwohner verpflichtet seien, angrenzende öffentliche Wege zu pflegen.

Feuerwehrhäuser weisen Mängel auf

Während der von Jansen geleiteten Versammlung im Bürgerhaus fragte Ralf Küch vom Ortsbeirat, ob es bereits Pläne für das alte Dorfgemeinschaftshaus nach dem Umzug der Feuerwehr gebe. Manche Zuhörer waren davon überrascht. Stadtbrandinspektor Stefan Ronzheimer erläuterte, dass man etwa für 2019/2020 ein gemeinsames neues Feuerwehrhaus für die zu einem Schutzbereich zusammengefassten Wehren aus Mellnau, Ober- und Unterrosphe plane, sofern sich die Strukturen bewährten.

In allen drei jetzigen Häusern würden die aktuellen Sicherheitsvorschriften nicht mehr eingehalten und es gebe weitere Mängel. Der Bürgermeister betonte, zuvor müsse anhand der Personalentwicklung und anderem festgestellt werden, dass sich eine Investition von bis zu einer Million Euro lohne.

Weitere Probleme wie Wasser, das von einem Grundstück auf darunter liegende fließt, und mit Erde und anderem voll gelaufene Gräben, kamen gegen Ende der ruhig verlaufenden Versammlung zur Sprache.

von Manfred Schubert

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