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Lange Zeit des Schlingerns ist vorbei

Feuerwehr Cölbe Lange Zeit des Schlingerns ist vorbei

Die 50 Feuerwehrleute in der Gaststätte Lindenhof zeigten sich erleichtert, dass die Gemeindevertretung den Bedarfs- und Entwicklungsplan - wenn auch erheblich verzögert – verabschiedet hat.

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Bürgermeister Volker Carle (von links), Patrick Junk, Klaus Haberzettl, Sascha Haberzettl, David Löchelt, Emrah Öztuna, Stefan Block, Dennis Korn, Andreas Block, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Gemeindebrandinspektor Volker Vincon.

Quelle: Yanik Schick

Cölbe. Die Ungereimtheiten an der Spitze der Cölber Feuerwehren haben ein Ende. Gemeindebrandinspektor Volker Vincon sowie sein Stellvertreter Patrick Junk stellten sich während der Jahreshauptversammlung für eine weitere Amtszeit zur Verfügung und wurden einstimmig wiedergewählt. Noch im vergangenen Jahr hatte das Duo nicht kandidieren wollen, weil die Gemeinde mit der Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans hinterher hinkte. Die Wahl musste damals mangels anderer Bewerber aufgeschoben werden.

Fortschreibung mit fünf Jahren Verzögerung

Der Entwicklungsplan stellt für jede Kommune fest, welchen Bedarf die Freiwilligen Feuerwehren an Personal, Gebäuden und Ausrüstung haben, um ihren Aufgaben nachkommen zu können. Dieser Überblick muss im Zehn-Jahres-Rhythmus erneuert werden – auch um etwaige Mängel beheben zu können.
In Cölbe wäre die Fortschreibung eigentlich schon 2011 notwendig gewesen, sagte Vincon gegenüber der OP. Die Gemeindevertretung schob das Thema allerdings lange auf. Erst vor drei Wochen gelang es den Parlamentariern, eine aktuelle Version des Bedarfs- und Entwicklungsplans zu beschließen. „Es waren einige Jahre des Schlingerns“, gestand Bürgermeister Volker Carle und räumte ein, dies zu einem Teil mitverantwortet zu haben. „Aber jetzt geht es vorwärts, und wir drücken auf’s Tempo.“

Neubau in Cölbe kommt - nur wann?

Wichtigstes Projekt ist dabei der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Cölbe, das in seiner momentanen Form nicht mehr den heutigen Standards entspricht. Die Grundsatzbeschlüsse lägen schon vor, berichtete Carle, ein Fachplaner sei eingestellt. Wann die Bauarbeiten beginnen können, steht allerdings noch nicht fest.
Auch bei den Fahrzeugen werden in naher Zukunft Investitionen vonnöten sein: Volker Vincon führte hier unter anderem einen 27 Jahre alten Tanklöschwagen in Cölbe an, für den die Wehr wohl zeitnah Ersatz brauchen werde.

Unterstützung fürs Ehrenamt

Unterdessen sind im Haushalt der Gemeinde zwei ganze Stellen geschaffen worden, um die Ehrenamtler durch Angestellte im feuerwehrtechnischen Dienst zu unterstützen.
In der Rückschau blickten die Einsatzkräfte der Cölber Feuerwehren auf ein insgesamt anstrengendes Jahr. 66 Alarmierungen bedeuteten einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. 2014 mussten die Wehren 41 Mal ausrücken. Besonders erinnerte Vincon an den September, als der siebte Löschzug der Gemeinde Cölbe als Teil des Katastrophenschutzes beim Aufbau der Zeltunterkunft für Flüchtlinge in Stadtallendorf tatkräftig mitgeholfen hatte. Kreisbrandinspektor Lars Schäfer betonte, dies sei einer der größten Einsätze der zurückliegenden 30 Jahre im Landkreis gewesen.

Gute Nachrichten vom Feuerwehr-Nachwuchs: Jugendwartin Sabine Otto berichtete von einem Anstieg der Mitglieder. Insgesamt sind es aktuell 35 Kinder und Jugendliche, die die ehrenamtliche Feuerwehrarbeit in Cölbe kennenlernen.

von Yanik Schick

Auszeichnungen
Silbernes Brandschutzehrenzeichen am Bande (25 Jahre aktive Dienstzeit):
Dennis Korn
Katastrophenschutz-Medaille in Bronze (zehn Jahre aktive Dienstzeit):
Andreas Block, Stefan Block
Beförderungen
Zum Hauptlöschmeister: David Löchelt (neuer Wehrführer in Cölbe-Mitte)
Zum Hauptfeuerwehrmann: Klaus Haberzettl, Emrah Öztuna
Zum Feuerwehrmann: Ralf Cornelius, Sascha Haberzettl, Mamadou Bah
Zum Feuerwehrmann-Anwärter: Jonas Ackermann, Arian Klee, Dirk Helmert, Annette Muschan
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