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Landluft und Landgenuss bei den Fleckenbühlern

Weihnachtsmarkt Landluft und Landgenuss bei den Fleckenbühlern

Kunsthandwerk und feine Kost wie die Fleckenbühler Landprodukte standen gestern in Schönstadt im Mittelpunkt beim ersten Weihnachtsmarkt der Saison.

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Zum ersten Weihnachtsmarkt des Jahres gehörte hausgemachtes Gebäck dazu.

Quelle: Carina Becker-Werner

Schönstadt. „Wir stricken das ganze Jahr über, damit wir heute hier unsere Socken, Schals und Mützen verkaufen können“, sagt Renate Dahmer, eine der Frauen von der „Spinn­stube Nachtschwärmer“ aus Laisa, die Marktbesucher auf Hof Fleckenbühl mit wärmenden Kleidungsstücken für die Wintersaison versorgen. „Wir kommen schon seit etwa zehn Jahren hierher - die Stimmung ist toll, uns gefällt’s“, erzählt Dahmer lächelnd.

In Hausproduktion und reiner Handarbeit gefertigt sind auch Vanillekipferl und Nussplätzchen sowie deftiges Schweineschmalz und Kochkäse - Genüsse, die bei den Besuchern gut ankommen. So bei den Schwestern Ronja und Heidi Schiller aus Marburg, die regelmäßig zu den Märkten auf Hof Fleckenbühl kommen, „wegen der naturbezogenen Ausrichtung hier und auch, weil die Sachen aus regionaler Fertigung stammen“, sagt Ronja Schiller und begeistert sich für Stricksocken, Töpferwaren und die Gebäckspezialitäten. „Die Sesam-Ecken sind mein Favorit, ganz klar“, sagt sie. Michael Lohse, Mitarbeiter der Käserei, reicht den Gästen kleine Würfel vom Fleckenbühler Bauernkäse und brät gemeinsam mit seinen Kollegen große Portionen von Backkäse in heißem Fett. Dazu gibt es Preiselbeeren und Brötchen aus der hauseigenen Bäckerei. Horst Grosse-Holz lässt die Besucher süßen Raps- und aromatischen Waldhonig kosten, den die Fleckenbühler Jugendhilfe in Leimbach produziert.

Die Musikbox des Kinderkarussells beschallt den großen Kopfsteinplaster-Hof mit „Santa Baby!“. Hunderte von Besuchern tummeln sich auf dem Gelände zwischen Scheune, Ställen und Weihnachtsausstellung. Ein inspirierendes Umfeld für Frauke Sambale, die in Kassel das Atelier „Ton und Tusche“ betreibt. Während sich die Marktbesucher ihre farbenfroh gemusterten und bemalten Tassen, Schalen und Krüge anschauen, entsteht in ihrem Skizzenblock einer fröhliche Szene mit Straßencafé und spielenden Kindern. „Ich töpfere gewissermaßen, damit ich etwas zum illustrieren habe“, sagt Frauke Sambale und lacht, „lang lebe das Farbspiel!“.

Naturschönheiten gibt es am Stand vom Gabriele und Det-lef Menzer aus Melsungen, die wie die anderen Händler zu den Stamm-Ausstellern bei den Fleckenbühler Märkten gehören. Die Menzers verkaufen feine Handschmeichler und Ohrschmuck aus unlackierten Naturhölzern wie Apfel, Essigbaum und Feuerdorn. „Die Macken im Holz machen die Stücke so interessant“, sagt Gabriele Menzer.

von Carina Becker-Werner

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