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Unfallfrei über aufgeweichten Grund

Dritter Grenzgang Unfallfrei über aufgeweichten Grund

Erfolgreich und unfallfrei, wenn auch wegen des schlechten Wetters mit geringerer Beteiligung, verlief die dritte Grenzbegehung, mit der die Reihe der offiziellen Veranstaltungen zu Calderns Jubiläumsjahr endete.

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Zurück nach Caldern ging es über asphaltierte Wege zwischen Wollenberg und Rodenhäuser Berg.

Quelle: Manfred Schubert

Caldern. „Unser Mister Grenzstein Volker Heine hat heute einen Grenzstein gesetzt, an dem werden die Sterzhäuser noch einen Weile zu knabbern habe“, scherzte Kurt Vogt, Vorsitzender des Fördervereins Caldern 2017, zum Abschluss. Dann wünschte er allen im Dorfgemeinschaftshaus noch ein paar schöne Stunden und Gespräche.

80 Menschen und einige Hunde hatten an der dritten und letzten Grenzbegehung teilgenommen, mit der auch die Reihe der offiziellen Veranstaltungen zu Calderns Jubiläumsjahr endete. Bei der ersten waren es noch 120 gewesen, bei der zweiten 250. Der Regen hatte morgens vor dem Start um 9.15 Uhr am Sportplatz wohl einige potenzielle Teilnehmer abgehalten. Dabei war das Wetter zum Wandern nicht so schlecht, unterwegs gab es nur einige kurze und nicht sonderlich kräftige Schauer. Problematisch war eher der nasse, aufgeweichte Untergrund, weshalb man die Laufstrecke etwas verkürzt hatte, wie Elisabeth Schneider vom Arbeitskreis Grenzbegehung zu Beginn am Sportplatz erläuterte.

1200 Jahre Caldern: Dritte Grenzbegehung am 22. Oktober 2017.

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Höhepunkt der dritten Grenzbegehung war die Wiedererrichtung eines historischen Grenzsteins mit der Jahreszahl 1793, der vom Sockel abgeplatzt war und den Volker Heine vom Arbeitskreis Historie die vergangenen eineinhalb Jahre bei sich aufbewahrt hatte. Wie Heine den Grenzgängern erläuterte, kennzeichnete er ursprünglich die Grenze der später wüst gefallenen Siedlung Rodenhausen, die bis zum 30-jährigen Krieg im Besitz des Reichsstifts Wetter war, und damit den nördlichsten Punkt der Gemarkung Calderns im Wollenberg.

Nach dem Aufsetzen auf einem neuen Sockel verlas Heine ein Gedicht über den historischen Grenzstein und dessen Bedeutung, während er ihm mit einem Fäustel die letzten symbolischen Befestigungsschläge versetzte. Allerdings steht der Stein nun nicht mehr genau auf der Grenze und markiert diese nur mehr symbolisch. Der Ort dieses Aktes diente zugleich auch als Frühstücksplatz. Nachdem sich die Grenzgänger gestärkt hatten, ging es zurück in Richtung Caldern. Diesmal nicht genau entlang der Grenze, sondern auf befestigten Waldwegen und asphaltierten Feldwegen. Nach drei Stunden erreichten die Wanderer das Dorfgemeinschaftshaus, wo sie sich bei Gyros, Bratwürsten und Getränken sowie später Kaffee und Kuchen stärkten und den Abschluss des Jubiläumsjahres feierten.

Ortsvorsteher Hans Jung wies darauf hin, sich in die Teilnehmerliste einzutragen. Unter den Teilnehmern aller drei Grenzbegehungen wird der Ortsbeirat ein „zum Gewinner passendes“ Überraschungsgeschenk verlosen, kündigte er an.

Volker Heine teilte den Anwesenden schließlich mit, dass der Heimat- und Geschichtsverein demnächst noch einige Schilder mit historischen Straßen- und Gemarkungsnamen im Ort anbringen wolle.

von Manfred Schubert

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