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Ehemann verhindert Übergabe von 15.000 Euro

Schockanruf in Goßfelden Ehemann verhindert Übergabe von 15.000 Euro

Schon vielfach haben Schockanrufer im Landkreis zugeschlagen. Die Polizei berichtete am Mittwochmorgen über einen neuen Fall. Diesmal hätte der Täter beinahe Erfolg gehabt. Der zufällig heimkehrende Ehemann bereitete dem Spuk ein Ende und setzte den ungebetenen Besucher vor die Tür.

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Nach einem Betrugsversuch in Goßfelden sucht die Polizei nach dem Täter.

Quelle: Thorsten Richter

Goßfelden. Meist trifft es Menschen mit osteuropäischen Wurzeln, stellt die Polizei fest. So auch in diesem Fall. Am Dienstagvormittag, 28. November, rief ein Unbekannter gegen 9.50 Uhr bei einer 63-jährigen Frau in Goßfelden an und vermittelte dem Opfer den Eindruck, als sei ihr Sohn am Telefon.

Eindringlich schilderte der Anrufer, dass er eine Person bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt habe und nun für die medizinische Versorgung sowie zur Abwendung der Strafe schnellstens 15.000 Euro benötige. Der vermeintliche Sohn forderte das Opfer nun auf, eine ausländische Telefonnummer der Polizei mit der Vorwahl 0037 (Litauen) anzurufen, um die weiteren Modalitäten zu klären. Dort wurde der Frau erklärt, dass demnächst ein Kollege persönlich in der Wohnung erscheinen würde. 

Tatsächlich klingelte der mutmaßliche Betrüger gegen 11 Uhr, um das bereits abgehobene Geld in Empfang zu nehmen. Der zufällig heimkehrende Ehemann des Opfers verhinderte glücklicherweise die Übergabe des hohen Betrages und warf den Verdächtigen ohne Beute aus dem Haus.

Der mutmaßliche Täter sprach mit russischem Akzent, ist schätzungsweise 40 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß. Er hat dunkle Haare und trug eine gemusterte Mütze sowie eine blau-schwarze Jacke. Die Fahndung der Polizei brachten keinen Erfolg. Die Kriminalpolizei bittet um Mithilfe: Wem sind am Dienstagvormittag im Ortskern von Goßfelden verdächtige Fahrzeuge oder Personen aufgefallen? Wer hat den beschriebenen Mann gesehen?

  • Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Marburg, Telefon 06421-4060.

Gegen Trickbetrug gewappnet: Tipps der Polizei

Gehen Sie nicht auf Forderungen ein, prägen Sie sich jedoch Stimme und sprachliche Besonderheiten des Anrufers ein. Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer im Display. Rufen Sie niemals die übermittelte Telefonnummer zurück. Alarmieren Sie die Polizei über den Notruf 110. Lassen Sie keine fremden Menschen in die Wohnung

Weitere Präventionshinweise gibt es im Internet unter www.polizei.hessen.de oder unter www.polizei-beratung.de

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