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Ortsbeirat setzt sich für Wiesengräber ein

Neue Bestattungsformen Ortsbeirat setzt sich für Wiesengräber ein

Neben der Pflege der Obstbäume in Kernbach ging es in der Sitzung des Ortsbeirates um neue Bestattungsmöglichkeiten für den Friedhof, die weniger aufwendig sind.

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Der Friedhof in Kernbach sieht von der Bestattungsform bisher sehr klassisch aus, das könnte sich bald ändern.

Quelle: Archivfoto

Kernbach. „Wir haben fast sechzig Obstbäume, die über Jahre hinweg nicht geschnitten wurden“, erklärte Ortsvorsteher Sebastian Bruss bei der Sitzung des Ortsbeirats. Daher gebe es die Idee, beim nächsten Obstverstrich im September nicht die Früchte, sondern Baumpatenschaften zu versteigern. Pro Baum soll ein symbolischer Beitrag von einem Euro gezahlt werden, bei mehreren Interessenten gewinnt dann der Höchstbietende. Wer ein Exemplar ersteigert hat, ist für die Pflege zuständig und darf die Früchte ernten. Für welchen Zeitraum die Patenschaft gilt, steht noch nicht fest. Bei der nächsten Ortsbeiratssitzung soll ein Konzept vorgestellt und darüber abgestimmt werden.

Auch für den Kernbacher Friedhof ist wie in anderen Ortsteilen von Lahntal geplant, weniger pflegeintensive Bestattungsmöglichkeiten wie Wiesengräber und Wiesenurnengräber anzubieten, erklärte der Ortsvorsteher. Diese bestünden lediglich aus einer Platte mit Initialen, die in die Erde eingelassen sei, sodass darüber hinweg gemäht werden könne. Das Gremium entschied, einen Antrag an den Gemeindevorstand zu stellen, um zu prüfen, ob diese Bestattungsmöglichkeiten auf dem Friedhof möglich sind.

Sitzgarnituren für den Brückenplatz

Auf dem Brückenplatz sollen demnächst die beiden Sitzgarnituren aufgestellt werden, die im Haushalt genehmigt wurden, berichtete Bruss. Da der Platz häufig für private Feste genutzt werde, sei er der geeignete Ort dafür. Die übrigen Bänke in der Gemarkung sind für diese Saison bereits wieder aufgestellt worden. Landwirte, denen sie bei der Arbeit im Weg sind, können dies dem Ortsbeirat melden. Dann werden die Bänke umgestellt, um Schäden daran zu vermeiden.
Das tiefe Schlagloch auf der Dorfstraße müsse dringend beseitigt werden, da es ein hohes Gefahrenpotenzial gerade für Radfahrer darstelle. Da es sich jedoch um eine Kreisstraße handele, sei es nicht Aufgabe der Gemeinde, die Stelle zu sanieren, so der Ortsvorsteher.

Die beiden im vergangenen Jahr installierten Hundetoiletten wurden bisher leider kaum genutzt, berichtete Bruss. Sie wurden am Brückenplatz und gegenüber der Bushaltestelle­ am alten Gefrierhaus angebracht. Zwei weitere sollten vermutlich in diesem Jahr folgen, die noch weitere Spazierrouten abdecken.

Geschwindigkeitskontrolle im Ort

Das Gremium entschied, bei der Gemeinde eine Geschwindigkeitsmesstafel anzufordern, die für zwei Wochen im Ort installiert wird, um festzustellen, ob es sich lohnt, eine Radarfalle aufzustellen.

Bruss verkündete, dass die geplante Flurbereinigung in der Gemarkung gemeinsam mit den Naturfreunden Kernbach am Samstag, 13. Mai, stattfinden solle. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus. Handschuhe sollten mitgebracht werden, Mülltüten würden gestellt. Danach finde ein gemeinsames Grillen am Brückenplatz statt.

von Freya Altmüller

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