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Nachdenkliche und hoffnungsvolle Töne

1200 Jahre Caldern Nachdenkliche und hoffnungsvolle Töne

Die Calderner feierten am Freitagabend nicht nur den Kommers anlässlich des 1200-jährigen Bestehens ihres Ortes, sie sendeten auch ein Signal aus. Sie wünschen sich noch sehr viele Jahre in einem freien und friedlichen Europa.

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Der Männergesangverein Caldern eröffenet musikalisch den Festkommers.

Quelle: Götz Schaub

Caldern. Es waren mitunter sehr nachdenkliche und ernste Töne im Festzelt zu hören. Zu sehr standen die Festredner noch unter dem Eindruck der vielen Terroranschläge in Europa, wie dem in Barcelona nur 24 Stunden vor der Jubiläumsfeier in Caldern. Kurt Vogt, Vorsitzender des Fördervereins Caldern, hob nicht zuletzt deshalb die Bedeutung von europäischen Freundschaften hervor und freute sich sehr, unter den Gästen die Bürgermeisterin aus der französischen Partnergemeinde Sussargues, Eliane Llorett, und den Bürgermeister der polnischen Partnergemeinde Stara Kiszewa, Marian Pick, samt weiterer Gäste aus diesen Gemeinden begrüßen zu dürfen.

Männergesangsverein, Kommers und Grußworte

Vogt sagte zudem: „Ihre Anwesenheit zeigt erneut die enge freundschaftliche Verbundenheit zwischen unseren Gemeinden. Möge diese Freundschaft weiterhin zur Völkerverständigung zwischen unseren Ländern beitragen und den 72-jährigen Frieden nach dem letzten Weltkrieg auch für künftige Generationen sichern.“ Es wurde aber auch dem Anlass entsprechend gefeiert. Und da stand kurz nicht Caldern im Mittelpunkt, sondern der Bürgermeister. Das hatte er sich auch redlich verdient, verbrachte er als Schirmherr der Veranstaltung doch den Abend seines 66. Geburtstags im Calderner Festzelt.

So nahm er ein herzlich gesungenes Happy Birthday aller Besucher sichtlich gerührt entgegen. Und es wurde noch ein bisschen mehr gesungen. Der Männergesangverein leitete mit zwei flotten Liedern den Kommersabend ein, ehe nach den Reden die Tanzband Toolboxx den geselligen Teil des Abends begleitete. Auch die Band heimste Lob ein, bevor sie überhaupt anfing zu spielen.

Sprang sie doch sehr spontan ein, nachdem die Gipfelstürmer krankheitsbedingt ihren Auftritt absagen mussten. Erfrischend kurz und knapp gestalteten sich die Grußworte der Ehrengäste. Dennoch waren sie nicht minder herzlich. Dr. Thomas Schäfer überbrachte in seiner Eigenschaft als hessischer Finanzminister die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde des Landes Hessen, Landrätin Kirsten Fründt die Ehrenmedaille des Landkreises Marburg-Biedenkopf.

Lebendiger Ort mit Geschichte

Praktisch alle Festredner, ob nun Schäfer, Fründt, der SPD-Bundestagsabgeordnete Sören Bartol, die SPD-Landtagsabgeordnete Angelika Löber oder der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert, bescheinigten den Caldernern, in einem lebendigen Ort zu leben, der sich einiges bewahrt habe und über eine für den ländlichen Raum mit Geschäften und Handwerker-Firmen sehr gute Infrastruktur verfüge.

Ortsvorsteher Hans Jung formulierte entsprechend einen Wunsch: „Möge es gelingen, unsere jungen Generationen vom Leben auf dem Land zu überzeugen, dann werden auch künftige Generationen die Geschichte des Ortes fortsetzen.“

Der Kommers am Freitag bildete den Auftakt des Festwochenendes, das am Sonntag ab 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Festzelt und einem umfangreichen Stehenden Festzug fortgesetzt wird.

Einen Kurzbericht zum stehenden Festumzug am Sonnabend finden Sie hier.

von Götz Schaub

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