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Mit Mützen und Handschuhen gut gerüstet

1200 Jahre Caldern Mit Mützen und Handschuhen gut gerüstet

Etwa 120 Menschen machten bei der ersten Grenzbegehung mit und bewältigten die schwierigste der drei Teilbegehungen bei angenehmem Wanderwetter unfallfrei trotz steiler, teils vereister Wege.

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Eine generationsübergreifende Wanderung, die es schon in sich hatte. Die erste Grenzbegehung forderte die Teilnehmer nicht nur wettertechnisch.

Quelle: Manfred Schubert

Caldern. Deutlich größer als erwartet war die Beteiligung an der ersten von drei geplanten Wanderungen entlang der Gemarkungsgrenzen. Am Samstagmorgen begrüßten Kurt Vogt, Vorsitzender des Fördervereins Caldern 2017, und Elisabeth Schneider vom Arbeitskreis Grenzbegehungen etwa 120 Menschen am Dorfgemeinschaftshaus.

1200 Jahre Caldern: Etwa 120 Menschen machten bei der ersten Grenzbegehung mit und bewältigten die schwierigste der drei Teilbegehungen bei angenehmem Wanderwetter unfallfrei trotz steiler, teils vereister Wege.

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Bevor es losging, knüpften Reiner Felgenhauer als Hannes und Carsten Kamm als Schorsch mit einer kurzen Spielszene an das Theaterstück der Auftaktveranstaltung an. Ob man nicht einfach durch das Fenster mit besonderen Eigenschaften die Grenzsteine in der Vergangenheit betrachten könne, fragte Schorsch. Hannes verneinte, denn man wolle die steinernen Zeugen der Zeit in der Gegenwart suchen, überließ aber Schorsch einen Schluck „Elixier“ zur Stärkung.

Dann ging es bei nahezu idealem Wanderwetter, nur zu Beginn fiel ein wenig Schneegriesel, auf die 9,5 Kilometer lange Strecke an der Burg vorbei zur Dilschhäuser Höhe. Elisabeth Schneider wies die Wanderer unterwegs auf zahlreiche alte Grenzsteine hin, solche mit dem Kreuz des Deutschen Ordens sowie solche aus der Zeit nach dem 30-jährigen Krieg mit den Bezeichnungen Hessen Darmstadt und Hessen Kassel.

Auf der Damshäuser Höhe unterhalb des Rimberg-Turms gab es nach 70 Minuten eine Pause, bei der man sich mit kalten Getränken oder heißem Glühwein stärken konnte, bevor es auf den steilen Anstieg über den 497 Meter hohen Rimberg und an den ebenso anstrengenden Abstieg ging. Auf einigen vereisten Wegstücken galt es, besonders vorsichtig zu sein. Offiziell war es nicht vorgesehen, dennoch wurde Bürgermeister Manfred Apell spontan über einen Grenzstein gehoben. Über den Feiselberg kehrten die Grenzwanderer zurück und konnten, während die Sonne sich langsam durchsetzte, von oben herab den herrlichen Blick auf Caldern genießen.

Nach genau drei Stunden waren alle wieder am DGH und stillten den Hunger bei Kaffee, Kuchen und Würstchen. Man war sich einig: Die Wanderung hatte Spaß gemacht.

  • Der Zeitplan für die weiteren Veranstaltungen: Am 30. April folgt die zweite Grenzbegehung, gemeinsam mit Michelbach, das ebenfalls Jubiläum feiert. Am 3. Juni steht die Dorfbegehung zur Historie Calderns auf dem Programm. Am 18. August ist der Festkommers, am 20. August der stehende Festzug vorgesehen, am 22. Oktober die dritte Grenzbegehung.
  • Außer mit der eigenen Homepage caldern2017.de ist Caldern auch auf Face­book präsent. Unter www.facebook.com/caldern2017 sind neben neuen Informationen auch historische sowie aktuelle Fotos aus Caldern zu finden.

von Manfred Schubert

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