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Kirchensanierung fordert viele Helfer

Umbau in Sterzhausen Kirchensanierung fordert viele Helfer

Einige Helfer haben sich bereits für Eigenleistungen bei der Sanierung der Sterzhäuser Kirche gemeldet. Hauptsächlich geht es um Demontage- und Anstricharbeiten, aber auch handwerklich anspruchsvollere Tätigkeiten.

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Die Sanierung der Sterzhäuser Kirche hat begonnen.

Quelle: Manfred Schubert

Sterzhausen. Seit der zweiten Maiwoche ist die evangelische Kirche in Sterzhausen eingerüstet, vor eineinhalb Wochen haben die Zimmermannsarbeiten begonnen. Die Dachbalken werden instandgesetzt und an den Auflagepunkten erneuert. Danach soll es an die Außenfassade gehen und parallel die Innenarbeiten beginnen, erläuterte Architektin Gerlind Aryceus während eines Info-Treffens an der Baustelle.

Dazu eingeladen hatte der Kirchenvorstand einerseits, um allen Interessierten zu zeigen, wie es weitergeht. Andererseits ging es aber auch darum, weitere freiwillige Helfer zu rekrutieren. Um die kalkulierten Gesamtkosten von 448.000 Euro einhalten zu können, ist ­einiges an Eigenleistungen erforderlich. Einige Helfer waren­ schon fleißig: Die Bänke von 1836 samt der später installierten Bankheizungen wurden im Mittelschiff abgebaut und eingelagert.

In der Mitte sollen die alten Bänke komplett einer variablen Bestuhlung weichen. Als Ersatz für die damit entfallende Bankheizung soll eine Fußbodenheizung verlegt werden. Unter anderem bot der Kirchenraum bei Trauerfeiern zu wenig Platz, der Sarg musste über die Bänke gehoben werden, die zudem nicht sehr bequem waren, berichtete Pfarrer Ralf Ruckert.

Architektin lobte das freiwillige Engagement in Sterzhausen

„Das bisherige Engagement ist schon toll. Es werden noch weitere Arbeiten geben, die Nicht-Fachleute leisten können“, sagte­ Aryceus. Wenn der Fußboden geöffnet wird, um die Heizung zu verlegen, müssen zum Beispiel die Steine weggetragen werden. Die weißen Schlieren, Mörtelausblühungen an der Außenfassade, sollen mit Flex und Drahtbürsten entfernt werden. Dielen und Treppen gilt es, abzuschleifen und zu ölen, für Elektroleitungen sind Schlitze zu schneiden und wieder zu verputzen, nannte die Architektin weitere Beispiele.

Zum bisherigen Engagement gehörte auch die Mitfinanzierung des Projektes. Mehr als 140.000 Euro hat die Gemeinde dafür gesammelt. 120.000 Euro kommen vom Kirchenerhaltungsfonds Kurhessen-Waldeck, rund 140.000 Euro aus dem kirchlichen Bauhaushalt und etwa 45.000 Euro aus Mitteln des Dorferneuerungsprogramms.

Mit sechs bis neun Monaten Bauzeit wird gerechnet. Vor allem freitags und samstags sollen die Arbeitseinsätze stattfinden. Falls die Stimmung dabei ebenso gut wie während des ­Info-Treffens wird, bei dem Mitglieder des Fördervereins für die Verpflegung sorgten, könnte daraus ein schönes ­Gemeinschaftserlebnis werden. Einer­ der Teilnehmer appellierte an die Eltern der Konfirmanden: „Wenn ihr nächstes Jahr Konfirmation in der Kirche feiern wollt, krempelt die Ärmel hoch!“

  • Wer nicht zum Treffen kommen konnte, kann sich immer noch unverbindlich auf die ­Telefonliste für die „schnelle Eingreiftruppe“ eintragen­ lassen. Ansprechpartner ist Wilfried Rösser, ­Telefon 0 64 20 / 9 30 35.

von Manfred Schubert

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