Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Erdarbeiten sollen zügig beginnen

Kita-Erweiterung "Mäuseburg" Erdarbeiten sollen zügig beginnen

Unmittelbar vor dem symbolischen ersten Spatenstich hielt Lahntals Bürgermeister Manfred Apell auch die Genehmigung zum Bau in der Hand. ­Diese übergab Landrätin Kirsten Fründt persönlich.

Voriger Artikel
„Einmalige Chance für Lahntal“
Nächster Artikel
Lahntal investiert 4,6 Millionen Euro

Auf geht‘s: Mit vielen kleinen Helfern bewältigen unter anderem Stefan Rover (von rechts), Ortsvorsteher Wilfried Lies, Bürgermeister Manfred Apell und Landrätin Kirsten Fründt den ersten Spatenstich zum Kita-Anbau in Goßfelden.

Quelle: Götz Schaub

Goßfelden. Nun geht es also in die Bauphase. Wenn das Wetter mitspielt, starten schon sehr bald die Erdarbeiten, sagt Sandra Riehl, Leiterin des Fachbereichs Bauen und Energie bei der Gemeinde Lahntal. Sie wird das Projekt aktiv mit begleiten.

Dass die Kindertagesstätte „Mäuseburg“ nach 2009/2010 ein zweites Mal erweitert wird, war lange Zeit nicht absehbar. Die Gemeinde Lahntal verfolgte zunächst das Ziel, in der Alten Schule Goßfelden Krippengruppen einzurichten. Als sich das dann zerschlug, rückte die Erweiterung direkt am Kindergarten wieder in den Fokus.

Einstimmiger Beschluss im Parlament

„Obwohl uns das eine Menge Geld kosten wird, gab es dafür im Parlament einen einstimmigen Beschluss“, sagte Bürgermeister Manfred Apell. Das habe ihm gezeigt, welchen Stellenwert die Kinderbetreuung bei den Gemeindevertretern quer durch alle Fraktionen habe. Die Gesamtkosten von 1,1 Millionen Euro werden zum größten Teil von der Gemeinde getragen, das Land Hessen steuert 160 000 Euro pro Gruppe, also insgesamt 320 000 Euro, dazu.

Apell machte auch deutlich, dass die Investition nötig ist. In Lahntal sei es schon zum Teil so, dass im Schnitt mehr als 60 Prozent der unter Dreijährigen für eine Betreuung angemeldet werden. Deshalb müsse man sich auch jetzt schon wieder neue Gedanken machen, wie es in Sterzhausen weitergehen soll, denn die „Blaue Villa“ als Unterkunft für eine Krippengruppe reiche absehbar nicht mehr aus.

Landrätin Fründt lobt die Lahntaler Weitsichtigkeit

Landrätin Kirsten Fründt lobte das Engagement der Gemeinde, frühzeitig für ausreichende Kinderbetreuungsplätze sorgen zu wollen. Das sei auch ein wesentlicher und bewusster Beitrag zur wirklichen Stärkung des ländlichen Raums, erklärte sie. „Wir gehen davon aus, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren weiter stetig ansteigt. Wir wollen unseren hohen Betreuungsstandard weiterhin halten und die Nachfrage nach familienfreundlichen Angeboten abdecken“, ergänzte Manfred Apell.

Aus einer frühen persönlichen Erfahrung heraus – als seine Familie einer Frau in einer Notsituation damit weiterhalf, deren Kind stundenweise zu Hause mitzubetreuen, weil es keine anderen Möglichkeiten gab – wisse er, wie wichtig diese Thema für Eltern ist.

Apell weiter: „Dabei kommt es nun nicht darauf an, dass alle Wünsche erfüllt werden, manchmal können Kinder nicht direkt in ihrem Wohnort einen Platz bekommen, aber dann doch in der Regel in einem anderen Kindergarten.“ Die Entfernungen seien ja doch zuzumuten, Sarnau und Goßfelden beispielsweise liegen schließlich direkt nebeneinander.

Bauarbeiten gehen bis Ende 2018

So, was soll in den Anbau rein? Nun, alle drei U-3-Gruppen. Das heißt, die bereits bestehende zieht dann mit den beiden neuen dort gemeinsam ein. Neben den Gruppenräumen gibt es Schlafräume, natürlich die notwendigen Sanitärräume und eine Ausportionierungsküche für die Krippe sowie Lager- und Nebenräume. Der Anbau steht nicht für sich auf dem Gelände des bestehenden Kindergartens.

Über einen Flur soll für die  Anbindung an das bestehende Gebäude gesorgt werden. Insgesamt entstehen 370 Quadratmeter Nutzfläche. Die derzeitigen Planungen, so Stefan Rover vom Architekturbüro Integrale Planung Marburg, gehen davon aus, dass das neue Teilgebäude Ende 2018 bezugsfertig sein wird.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr