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Kosten für Lahntaler Wehren steigen

Kosten für Lahntaler Wehren steigen

Berichte, Ehrungen und Beförderungen sowie Ernennungen standen bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Lahntal auf dem Programm.

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Beförderungen und Ernennungen: Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer (von links) und Kreisbrandmeister Sascha Köhler sowie Bürgermeister Manfred Apell (von rechts) und der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Bernd Felgenhauer mit den beförderten und ernannten Feuerwehrleuten der Gemeinde Lahntal.

Quelle: Manfred Schubert

Goßfelden. Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer berichtete den 70 Teilnehmern im Feuerwehrhaus, dass die Einsatzabteilung seit der vorigen Jahreshauptversammlung zehn Neuzugänge verzeichnete und auf 118 Personen wuchs. 2015 galt es, 51 Einsätze mit 129 Einsatzstunden zu bewältigen.

Darunter waren elf Brandeinsätze, 37 technische Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen und Unwettern, Unterstützung von Rettungsdienst und Polizei, Auslaufen von Betriebsstoffen und anderem, Hilfe beim Aufbau einer Zeltstadt für die ankommenden Flüchtlinge in Stadtallendorf sowie drei Fehlalarme. Insgesamt 1.045 Arbeitsstunden erbrachten die  Feuerwehrleute dabei.

Bei der Ausbildung vor Ort kamen weitere 4.211 Stunden zusammen und beim Besuch von 27 Lehrgängen 862 Stunden. Zu diesen 6.118 ehrenamtlichen Stunden im Dienst der Allgemeinheit kämen viele weitere für die Vorbereitung von Übungsstunden, Jugendbetreuung, Reparaturen, Wartungen und mehr hinzu, unterstrich Rößer.

Wärmebildkamera soll angeschafft werden

In diesem Jahr stünden, ohne die Mittel für den Digitalfunk und die Beschaffung des Katastrophenschutzfahrzeugs LF 10 am Standort Goßfelden/Sarnau/Göttingen, insgesamt 28.050 Euro im Gemeindehaushalt zur Verfügung, um unter anderem eine Wärmebildkamera, eine Heckwarneinrichtung für das Löschfahrzeug von Sterzhausen, einen Beleuchtungssatz, weitere LED-Handlampen, Schutzkleidung sowie weitere Ausrüstungsgegenstände zu beschaffen.

Im Februar 2016 wurde der neue Bedarfs- und Entwicklungsplan durch die Gemeindevertretung beschlossen. Mit dem derzeitigen Stand an Fahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen wird den Vorschriften genüge getan, die Hilfsfristen einzuhalten, effektive Hilfe zu leisten und somit die Sicherheit der Bürger der Gemeinde Lahntal zu gewährleisten, sagte Rößer.

Gut gerüstet auch im Kreisvergleich

Der Dienstherr, Bürgermeister Manfred Apell, erklärte, die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren einige Millionen Euro in ihre Feuerwehr investiert und sei eine der am besten ausgerüsteten Feuerwehren im Landkreis mit einem modernen Fahrzeugpark, auch das letzte alte Fahrzeug in Goßfelden solle dieses Jahr ersetzt werden. Die laufenden Kosten für die Feuerwehr betrugen 200.000 Euro jährlich, vor zehn Jahren seien es nur 70.000 gewesen. Das liege zwar zum Teil an Abschreibungen, real fließe weniger, aber dennoch müsse die Gemeinde diese Summe im Haushalt verbuchen. 

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer habe ihm gemailt, dass auch auf Lahntal die Einstellung einer hauptamtlichen Feuerwehrkraft zukommen werde, nur, wo das Geld herkommen solle, habe wie üblich nicht in der Mail gestanden, sagte Appell. Eine solche Stelle komme schnell auf 50.000 Euro jährlich, schätzte er. Weiter erklärte er, die Feuerwehrhäuser in Caldern und Sterzhausen seien weit weg von dem Standard wie in Goßfelden, das werde keine zehn Jahre mehr gut gehen, über kurz oder lang müsse man ein neues Haus im oberen Lahntal bauen.

Freiwilliger Dienst für die Gemeinde

Es gehe um eine erhebliche Summe, aber zugleich um gut angelegtes Geld. Jedoch habe er den Eindruck, viele Bürger wüssten nicht um die Investitionen der Gemeinde in Sicherheit und viele nähmen die Existenz der Freiwilligen Feuerwehr als selbstverständlich hin. Das sei sie aber nicht, wie man an anderen Landstrichen bereits sehen könne. „Alle Mitbürger, egal wo sie herkommen, sollten über ein Engagement in der Feuerwehr nachdenken, und sei es als Mitglied im Förderverein“, forderte Apell.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Thorsten Becker berichtete, dass am Jahresende 26 Jungen und zwei Mädchen den vier Jugendfeuerwehren angehörten. 123 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 35 Stunden Jugendarbeit wurden angeboten, die Jugendwarte leisteten dafür 64 Stunden. In der Bambinifeuerwehr sind sechs Kinder aktiv.

Termin: Tag der Jugendwehren, Donnerstag, 14. April, 10 Uhr, Gerätehaus Goßfelden.

 
Ehrungen / Beförderungen / Ernennungen

Ehrungen
Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre in der Einsatzabteilung: Peter Keim (Caldern); goldene Ehrenmedaille am Bande des Nassauischen Feuerwehrverbandes für mindestens 30 Jahre: Klaus Geßner (Sterzhausen); silberne Ehrenmedaille für mindestens 20 Jahre: Gunther Beimborn,  Peter Preuß, Markus Rein und Christian Zeilner (alle Sterzhausen).

Beförderungen
Zum Brandmeister: Thorsten Becker (Caldern); zum Hauptlöschmeister: Stefan Schmidt (Sarnau/Göttingen); zum Oberlöschmeister: Andreas Ochs (Caldern); zum Löschmeister: Daniel Köster (Goßfelden); zum Hauptfeuerwehrmann: Fabian Kamm (Caldern) und Dennis Steinborn (Goßfelden); zum Oberfeuerwehrmann: Adrian Dippel und Nico Pfeifer (Sterzhausen), Noah Kieckhöfer und Alexander Minde (Caldern); zum Feuerwehrmann: Jan Niklas Bachmann, Ole Behrndt, Moritz Klappert und Andreas Werner (Sterzhausen), Felix Friedrich, Martin Kuhn, Timon Meige und René Nau (Goßfelden), Valentyn Schröpfer und Lars Serth (Caldern).
 
Ernennungen
Wehrführer: Markus Rein; stellvertretender Wehrführer: Dominik Riehl (Sterzhausen).

von Manfred Schubert

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