Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Konzept für Kasseler Straße gefordert

Ortsdurchfahrt Cölbe Konzept für Kasseler Straße gefordert

Die Situation ist nicht neu, deshalb aber nicht weniger diskussionsbedürftig. Allein - weder die Frakti­onen noch die Gemeinde Cölbe können souverän über mögliche Veränderungen an der L3089 entscheiden. Das Land ist in der Verantwortung.

Voriger Artikel
Rotes Wasser erhält altes Bett zurück
Nächster Artikel
Ackern um die Wette – 24 Stunden lang

Die Kasseler Straße in Cölbe. Durch parkende Autos auf der Straße, auch im Kurvenbereich, ist die Übersichtlichkeit im Begegnungsverkehr deutlich eingeschränkt.

Quelle: Thorsten Richter

Cölbe. Der Gemeindevorstand wird beauftragt, an den zuständigen Straßenbaulastträger heranzutreten mit der Bitte, für den Bereich der Kasseler Straße zwischen den Einmündungen Heuberg und Alte Dorf­straße ein schlüssiges Konzept zu entwickeln. Für ihren gemeinsamen Antrag gewannen SPD und CDU die breite Mehrheit auch der beiden weiteren Fraktionen im Parlament, Grüne und Bürgerliste. Nur zwei von 25 stimmberechtigten Mitgliedern enthielten sich der Stimme.

SPD und CDU ist es wichtig, dass dieses Konzept eine Verbesserung der Parksituation bringt, was gleichbedeutend sei mit einer besseren Übersichtlichkeit und Verkehrssicherheit.

Der Beschlusstext gibt keine konkreten Ideen weiter, gleichwohl formulierten Hildegard Otto (SPD) und Dr. Jens Ried (CDU) einige Denkanstöße in der Begründung zum Antrag.

Dass gerade in diesem Abschnitt der Straße Autos parken und durchaus auch weiterhin sollen, ergibt sich aus der dortigen Infrastruktur mit Geschäften. Der Vorschlag, zur Verbreiterung des zur Verfügung stehenden Raumes für den Pkw-Verkehr in bestimmten Bereichen das kurzzeitige Parken auf dem „ausreichend breiten Rad- und Fußweg“ zu erlauben, rief dann schon Gegner auf den Plan. Gisela Nagel-Rotarius von den Grünen, in der letzten Wahlperiode noch Ortsvorsteherin von Cölbe, lehnt solche Vorschläge ab. Dabei wiesen SPD und CDU schon darauf hin, dass weder Radfahrer noch Fußgänger durch ein neues Konzept benachteiligt werden sollen. Generell sei man auch weiterhin dafür, dass „die wichtige Funktion der Verlangsamung des Straßenverkehrs nicht unterlaufen werden dürfe“.

Doch komme es auf der Straße selbst aufgrund der Unübersichtlichkeit durch parkende Autos zu kritischen Situationen, „die teils nur durch ordnungswidriges Ausweichen auf den Gehsteig aufzulösen sind“. Eine klare Ausweisung und Markierung von Parkzonen sowie Halteverbotszonen, die die Möglichkeit zum Einscheren bei Gegenverkehr bieten, könnten laut SPD und CDU schon helfen. Auch müsse mal darüber geredet werden, ob nicht der durchfahrende Schwerverkehr durch entsprechende Durchfahrtsverbote auf die Bundesstraße 3 und 62 verwiesen werden könnte.

Der Beschlussvorschlag hat keine zeitliche Auflage, doch wird der Gemeindevorstand sicher darüber informieren, wie das Land Hessen beziehungsweise Hessen Mobil auf dieses Ansinnen reagiert.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr