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Kita-Bau und K123 als größte Vorhaben

Wetters Haushalt Kita-Bau und K123 als größte Vorhaben

Von einem Minus von 332000 Euro geht der Haushaltsplan der Stadt Wetter für 2013 aus. Der Entwurf wurde gestern Abend zur Beratung in die Ausschüsse des Stadtparlaments überwiesen.

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Im September erfolgte der erste Spatenstich für die Teilortsumgehung Wetter. Das Projekt ist eine der größten Investitionen der Stadt im kommenden Jahr.

Quelle: Tobias Hirsch

Wetter. Weil er krankheitsbedingt passen musste, brachte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka gestern Abend den Haushalt für das kommende Jahr nicht selbst ein. Die OP gibt anhand des erläuternden Vorberichts, der dem Zahlenwerk vorangestellt wird, einen Einblick in die Finanzplanungen des Magistrats für das kommende Jahr.

Auch ohne das defizitäre Hallenbad in Wetter, das zum vergangenen Jahr in den Eigenbetrieb Stadtwerke überführt wurde und somit den städtischen Haushalt nicht mehr „belastet“, übersteigen die Ausgaben im kommenden Jahr voraussichtlich die Einnahmen. Den Erträgen in Höhe von knapp 11,89 Millionen Euro stehen demnach Ausgaben von etwa 12,23 Millionen Euro gegenüber. Im Jahr 2011 hatte unter dem Strich ein Defizit von 1,5 Millionen Euro gestanden, 2012 gab es ein leichtes Plus von 56000 Euro. Im kommenden Jahr fehlen demgegenüber 332000 Euro im Haushalt, der gesamte Schuldenstand der Stadt wird bis zum 31. Dezember 2013 auf gut 5,8 Millionen Euro gestiegen sein, zum bevorstehenden Jahreswechsel steht voraussichtlich ein Minus von gut 4,3 Millionen Euro in den Büchern.

Ein Grund für den negativen Saldo liegt in den geplanten Investitionen, die sich auf insgesamt gut 2,3 Millionen Euro summieren. 1,7 Millionen Euro davon sind nicht über Zuschüsse oder andere Einnahmen gedeckt und müssen demnach über Kredite finanziert werden. Zu den größten Vorhaben gehört mit 600000 Euro der Anteil an der Teilortsumgehung Wetter (Kreisstraße 123) und die Erschließung des Gewerbegebiets. Fast genausoviel, 590000 Euro, sind für Baukosten zum Ausbau der Kinderbetreuung eingestellt. Im sechsstelligen Bereich bewegt sich mit 200000 Euro zudem die Sanierung der Brücke in der Dorfstraße in Niederwetter.

Eine Reihe von städtischen Leistungen sind traditionell sehr stark defizitär. In der Kinderbetreuung, aber auch bei der Nutzung der Bürgerhäuser oder den Friedhofs- und Bestattungsgebühren liegt die Kostendeckung bei jeweils etwa 31 Prozent. Um Gebührenanpassungen wird die Stadt deshalb auch in Zukunft nicht herumkommen, heißt es im Vorbericht zum Haushalt.

Allein in der Kinderbetreuung - für die städtischen Betreuungseinrichtungen, die evangelische Kita „Arche“ sowie die Krabbelgruppe Wetterfrösche schießt die Stadt im kommenden Jahr 1,22 Millionen Euro zu.

Etwa 200000 Euro mehr gibt die Stadt auch für Personal (und Versorgungsaufwendungen) aus.Der Anstieg auf insgesamt 2,43 Millionen Euro erklärt sich durch in Kraft tretende Tarifabschlüsse und zusätzliches Personal, das durch den Mehraufwand bei Ordnungswidrigkeitsverfahren nach der Installation der stationären Blitzanlagen auf der B 252 notwendig wurde.

von Michael Agricola

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