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Kinderspielplatz oder Parkfläche?

Dorfplatz ist begehrt Kinderspielplatz oder Parkfläche?

Bei der Diskussion um die Nutzung des Dorfplatzes ging es bei der Ortsbeiratssitzung in Oberasphe durchaus emotional zu. Die Anwesenden versuchten zu klären, wer wann und wie den Dorfplatz nutzen kann.

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Begehrte Fläche: Der Dorfplatz in Oberasphe wird vom Kindergarten, der Kirche und dem Bürgerhaus begrenzt – nutzen wollen ihn alle.

Quelle: Martina Koelschtzky

Oberasphe. „Wir haben im Ort die besondere Situation, dass der Kindergarten am Dorfgemeinschaftshaus keine exklusiven Flächen hat, sondern sich das Außengelände mit der Allgemeinheit teilt“, erklärte Ortsvorsteher Achim Müller zu Beginn der Sitzung, zu der rund 20 Oberaspher gekommen waren. Das führe immer wieder zu Konflikten, vor allem auf dem Dorfplatz.

Der von den Oberasphern eingerichtete und begrünte Platz vor Bürgerhaus, Kirche und Kindergarten ist offiziell immer noch eine Durchgangsstraße – und einige Autofahrer bestehen darauf, ihn auch so zu nutzen, berichtete Müller. Gerne wird auch auf den gepflasterten Flächen vor dem Kindergarten und der Kirche geparkt, um einige Schritte bis zum Dorfgemeinschaftshaus einzusparen.

Absperrung ist ein Streitpunkt in Oberasphe

Der Dorfplatz ist aber auch Außengelände für den kirchlichen Kindergarten, der sich auch seinen Spielplatz neben dem Dorfplatz mit allen Kindern teilt. Um vor allem die kleinsten Kinder zu schützen, sperren die Erzieherinnen den Dorfplatz mit zwei eingehängten Seilen für den Durchgangsverkehr, wenn die Kinder draußen spielen, erklärte Kindergartenleiterin Elisabeth Weber. Das gefällt einigen Oberasphern überhaupt nicht. „Der Dorfplatz muss für alle da sein“, hieß es in der Sitzung. „Gerade ältere Menschen können nicht über die Absperrseile klettern.“

Die Kindergartenleiterin wies darauf hin, dass die Absperrung mit einer Hand zu öffnen sei, wenn man sie passieren möchte. Zudem seien es nur wenige Stunden am Tag, in denen die Kinder wirklich auf dem Platz seien. „Eine Absperrung ist auch feuerwehrtechnisch nicht zu verantworten“, meinte dagegen Bernd Fett vom Ortsbeirat. Auch habe es Beschwerden gegeben, weil die Kinder mit Straßenkreide auf das Pflaster vor der Kirche gemalt hätten.

Antrag auf eine neue Verkehrsregelung

„Wir müssen grundsätzlich entscheiden, ob wir einen Kindergarten im Ort wollen“, meinte der Gemeindevertreter Klaus Weisenfeld. „Wenn wir Kinder wollen, müssen wir auch akzeptieren, dass diese nun mal Platz brauchen und auch Dinge tun, die ein Erwachsener nicht tun würde.“ Er schlug vor, bei der Gemeinde um Einziehung der Straße über den Dorfplatz zu bitten oder diese wenigstens als Sackgasse zu gestalten. „Von der anderen Seite des Dorfgemeinschaftshauses kann man bis vor die Küchentür fahren. Es gibt keine Notwendigkeit, auch von vorne bis an die Haustür fahren zu müssen“, meinte er. Der Ortsbeirat beschloss, bei der Gemeinde um eine Verkehrsregelung zu bitten, die den Dorfplatz für den Durchgangsverkehr sperrt.

Ehrenortsvorsteher Gerhard Hallenberger berichtete über den Stand der Dorferneuerung. Im Juli solle im Backhaus eine neue Treppe eingebaut werden. Da diese Arbeiten mit erheblichem Aufwand und auch mit Staub und Schutt verbunden seien, riet er den Nutzern des Backhauses, ihre eingelagerten Sachen zumindest abzudecken. Auch die Baugenehmigung für einen Anbau an das Dorfgemeinschaftshaus, der unter anderem ein Café ermöglichen soll, solle noch in diesem Jahr erreicht werden, sagte Hallenberger.

von Martina Koelschtzky

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