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Kinder sollen auch mitreden dürfen

Neues Kita-Konzept in Wetter Kinder sollen auch mitreden dürfen

Ein Leitfaden für alle. Stadt und Kindergärten stellen neues Gesamtkonzept für Wetteraner Kindertagesstätten vor. Ein breites Spektrum an Wissen, Gesundheit, Regeln oder Kreativität steht auf dem Programm.

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Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (Dritter von links), Gesamtleiterin Doris Wabnegg (Sechste von rechts, vorne) und Stellvertreterin Annika Mankel (Siebte von rechts, vorne) präsentierten mit Erziehern der fünf Kitas das neue Bildungskonzept.

Quelle: Ina Tannert

Wetter. Bildung, Förderung, Teilhabe: Nach gut zwei Jahren Entwicklung präsentiert die Gemeinde Wetter stolz die fertige „Gesamtkonzeption der städtischen Kindertagesstätten“. Das Projekt einer großen Gesamtkonzeption für alle fünf städtische Standorte sei einmalig und ein Meilenstein, lobte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka während der Präsentation.

Die Stadt Wetter wolle den modernen Anforderungen und künftigen Entwicklungen der Kindertagesstätten (Kitas) gerecht werden, so Spanka.

Von besonderer Bedeutung sei dabei die Bildungsfunktion der Kitas. Auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit leisten die Einrichtungen einen wesentlichen Beitrag. Wie das nun festgelegte Konzept schlussendlich aussieht, wurde transparent sowohl in schriftlicher Form wie auch während der Präsentation anhand einer kleinen Ausstellung im Rathaus präsentiert.

Das Interesse war groß: Rund 50 Gäste aus Politik, Verwaltung und Elternschaft verfolgten die Veranstaltung. „Kitas in der heutigen Zeit haben sich von einem reinen Unterbringungsort zu modernen Bildungseinrichtungen entwickelt“, erklärte Spanka das Fundament des Gesamtkonzepts. Stichworte: Orientierung, Prägung, Sozialisierung - schon in den Krabbelgruppen beginnt die frühkindliche Bildung, in den Kitas und Vorschulen werden diese Grundlagen weitergeführt.

Dabei steht ein aktives und selbständiges Mitgestalten und Mitentscheiden der Kinder sowie die Kooperation mit den Eltern im Mittelpunkt. Auch die Vernetzung der Kitas untereinander sticht hervor. Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch der Erzieherinnen sowie mit dem Fachpersonal der weiterführenden Institutionen spielen eine wichtige Rolle. „Die neue Konzeption bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit, dient gleichzeitig auch als lebendige Reflexionshilfe“, erklärte Doris Wabnegg, Gesamtleiterin der fünf Kitas.

Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ist die Förderung und Stärkung von Basiskompetenzen. Durch verschiedene Bildungs-, Spiel- und Bewegungsaktivitäten solle jedes Kind seine eigenen Fähigkeiten entdecken und individuell weiter entwickeln können, in einer positiven, reiz- und vertrauensvollen Atmosphäre. Die beste Motivation bietet dafür das freie Spiel. Eine angestrebte ganzheitliche Bildung geht hier Hand in Hand mit dem Spiel, „einer wichtigen Achse des kindlichen Lernens“. Dabei werden die Kleinen als „kompetente Akteure ihrer eigenen Entwicklung“ betrachtet. Sie sollen selbständig und mitverantwortlich aktiv am Leben in den Kitas mitwirken. Dabei werden feste Regeln und Rituale als wichtiges pädagogisches Instrument nicht außen vor gelassen, sondern als fester Bestandteil der Kita-Gruppen mit integriert.

Die festgelegten Aktivitäten und Themen der Konzeption sind vielfältig. So steht neben dem spielerischen Lernen in mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereichen auch die Musik oder Kreativität im Mittelpunkt. Beim lebendigen Lernen durch Ausflüge in die Natur, kreativen oder musikalischen Aktivitäten soll den Kindern die Möglichkeit gegeben werden mit allen Sinnen ihre Umwelt zu erleben und die Fantasie anzuregen. Auch Mathematik- und Sprachübungen werden groß geschrieben und mit Zahlenspielen oder Lesestunden gefördert. Neben einer spielerischen Wissensvermittlung steht ebenfalls die Vermittlung von sozialen, emotionalen Kompetenzen sowie Konfliktbewältigung auf dem Programm.

von Ina Tannert

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